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„Auch im Kleinen ein Signal senden“

Auch ein neues Rathaus wäre ein Beitrag zum Energiesparen. „Im Moment heizen wir zum Fenster raus“, so Bürgermeister Pötzsch. re

Waldkraiburg – Es ist eine weltweite Aktion: die „Earth Hour“.

Die Welt macht am heutigen Samstag für eine Stunde das Licht aus, viele Wahrzeichen bleiben in dieser Zeit dunkel. Mit der Aktion will die Umweltorganisation WWF ein symbolisches Zeichen setzen für den Klimaschutz. Auch die Stadt Waldkraiburg beteiligt sich. Im Gespräch mit der Heimatzeitung spricht Bürgermeister Robert Pötzsch darüber, wie wichtig der Klimaschutzgedanke ist.

Wieso beteiligt sich die Stadt an der Aktion „Earth Hour“?

Es ist entscheidend, ein deutliches Zeichen zu setzen und auf den Klimawandel und die damit verbundenen Probleme hinzuweisen, damit sich Bürger darüber Gedanken machen. Beruflich wie privat. Als Stadt sollte man sich als Vorreiter daran beteiligen. Auch im Kleinen sollte ein Signal gesendet werden. Denn viele Geräte laufen auf Stand by, werden als Stromfresser nicht wahrgenommen. Es ist uns oft nicht bewusst, wie teuer man sich das erkauft. Auf diese Weise wird Energie vergeudet, was so nicht sein muss. Wären die Kosten aber erkennbar, wäre es mehr greifbar.

Heute Abend bleiben einige Plätze und Gebäude in Waldkraiburg eine Stunde lang dunkel. Wieso wurden gerade diese Objekte ausgewählt?

Wegen der Verkehrssicherungspflicht können wir keine kompletten Straßenzüge dunkel lassen. Deshalb mussten wir genau schauen, welche Objekte wir auswählen. Das werden die kleinen Wahrzeichen Waldkraiburgs sein und die Dorfplätze in Pürten und St. Erasmus. Auch die Glaspyramide am Gymnasium bleibt dunkel, das wird Autofahrern sicherlich auffallen.

Wie wichtig ist der Klimaschutzgedanke in der Stadt?

Es ist einfach, Vorgaben zu machen. Aber man muss auch wissen, dass es oft schwierig ist, manches dauerhaft umzusetzen. Im Sommer ist es durchaus möglich, bestimmte Termine mit dem Rad oder zu Fuß zu erledigen. Aber bei der Umsetzung hapert es manchmal, wenn sich Termine miteinander verbinden lassen und man dafür eben das Auto braucht. Das passiert nicht aus bösem Willen.

Gibt es im Stadtgebiet Plätze, wo man nachts auf eine Beleuchtung verzichten kann?

Je größer eine Stadt ist, desto schwieriger ist das umzusetzen. Eine Beleuchtung ist gerade für das Sicherheitsgefühl der Bürger wichtig. Es kann schon unheimlich sein, wenn es stockdunkel ist. Wenn mal der Strom ausfällt, sieht man, wie abhängig wir vom Strom sind.

Welche Maßnahmen ergreift die Stadt, um Energie zu sparen?

Die Energiebilanz im Rathaus ist negativ. Wir haben zwar eine günstige Geothermie, aber hier wird zum Fenster rausgeheizt. Deshalb wollen und müssen wir ein neues Rathaus planen. Bei einer Umstellung der Straßenbeleuchtung setzen wir auf die neueste, energiesparende Technik.

Wie wichtig ist es der Stadt, mit gutem Beispiel voranzugehen?

Als Stadt oder Unternehmen hat man eine Vorbildfunktion für die Mitarbeiter. Es geht darum, das Bewusstsein zu schärfen, eben dass es im Haushalt oder Büro viele Stromfresser gibt, die im Hintergrund laufen.

Haben Sie Tipps?

Man muss sich bewusst werden, wo man mit seinem Verhalten die Umwelt schonen und Ressourcen sparen kann. Muss es wirklich das Auto sein oder lässt sich manches auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen? Außerdem ist es wichtig, dass Kinder schon von klein auf den Umweltschutzgedanken lernen. Bei der Aktion Rama Dama hat man erst wieder gesehen, was alles wild entsorgt worden ist. Dabei wäre eine legale Entsorgung so einfach und kostet oft nichts.

Was machen Sie selbst zur „Earth Hour“?

Ich werde mir die dunklen Orte der Stadt anschauen und auf mich wirken lassen. Wenn man mal längere Zeit draußen im Dunkeln ist, erkennt man erst, wie viele Sterne am Himmel sind. Mit den vielen Lichtquellen in der Stadt lassen sich diese gar nicht so wahrnehmen. Je länger man den Sternenhimmel beobachtet, erkennt man die Helligkeit des Ganzen und wie klein wir doch eigentlich sind in diesem Universum.

Siehe auch Berichte zur „Earth Hour“ auf den Seiten 13 und 21.

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