Versammlung mit AWG und Bürgermeister Salzeder: Gebiet um Rathaus soll wieder mit Leben erfüllt werden

Aschauer Ortszentrum wirft viele Fragen auf

Aschau - Wie schwierig es ist, eine sinnvolle Nutzung und Gestaltung des Aschauer Ortszentrums zu finden, wurde den Gemeinderäten der AWG und Bürgermeister Alois Salzeder klar, als interessierte Bürger aufgerufen waren ihre Vorstellungen bei einer Versammlung im Gasthaus Pichlmaier darzulegen.

Bereits mit dem Begriff "Ortszentrum" tat man sich schwer. "Wo definiert man in Aschau sein Ortszentrum?", fragte Edda Aigner. Das alte Ortszentrum um die Kirche gibt es nicht mehr. Durch die Erweiterung des Siedlungsgebietes am "Sonnenfeld" hat sich eine neue Situation ergeben. Wird sich hier mit Einkaufszentrum und Raiffeisenbank ein Mittelpunkt ergeben oder ist es nach wie vor das Gebiet um das Rathaus?

Die Ortsentwicklung gerade in diesem Bereich macht den Verantwortlichen Sorgen. Schon vor Jahren dachte man im Gemeinderat über eine sinnvolle Weiterentwicklung rund um das Rathaus nach.

Ortsentwicklung macht Sorgen

Ideen und Vorschläge gab es, aber die Umsetzung scheiterte. Durch den Umzug des Don Bosco-Lebensmittelmarktes, die Aufgabe der Apotheke und des SchleckerMarktes erschein es nun umso notwendiger, dieses entstandene Vakuum wieder mit Leben zu füllen.

Begegnungsstätte für Jung und Alt

Aschau muss schon bei der Einfahrt ins Dorf freundlicher werden, es fehlen optische Anreize, wie schön gestaltete Blumeninseln, meinten Erna Meindl und Werner Richter. "Wir brauchen ein gelebtes und kein definiertes Ortszentrum", so die Gemeinderätin Gertraud Langbauer, "und dafür muss die Gemeinde auch Geld in die Hand nehmen".

In der Diskussion kristallisierte sich immer mehr heraus, dass man das Gebiet um das Rathaus wieder mit Leben füllen muss, da es als Anlaufpunkt für die Bevölkerung auch weiterhin dienen wird. Eine Begegnungsstätte für Jung und Alt wäre wünschenswert. Ein betreutes Wohnen durch Aufstockung und Umbau des Rathausgebäudes mit Anlage eines Parks und Eingrünung auf dem bestehenden Parkplatz könnten sich viele vorstellen. Auch der Erhalt der Arztpraxen und die Wiedereinrichtung einer Apotheke sind wichtige Zukunftsbausteine.

Dafür muss die Gemeinde die weitere Planung in die Hand nehmen, sowohl finanziell wie auch ideell. "Wir müssen vorausplanen und die Sache antreiben", so Bürgermeister Alois Salzeder. "Mit den Bürgern und auch den Betreibern vor Ort werden wir in Kontakt bleiben."

Mehr Beteiligung der Bürger erwünscht

Erwünscht wird auch ein größeres Interesse aller Bürger an diesem für Aschau drängenden Problem.

hpf

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