Aschau: Nachruf auf Anton Maier

Anton Maier starb im Alter von 87 Jahren.

Aschau – Der Lebensweg von Anton Maier begann am 5.

Mai 1932 auf dem Nehmerhof in Thann bei Aschau. Er wuchs dort mit vier Geschwistern bei den Eltern Josef und Maria Maier auf. Bereits als Bub verlor er seine geliebte Mutter und seine jüngere Schwester Maria, die er beide schmerzlich vermisste. Einige Jahre später heiratete sein Vater erneut und die vier Nehmer-Buben bekamen eine gute Stiefmutter.

Nach der Schulzeit in Aschau erlernte Anton Maier das Müllerhandwerk in Peitzabruck und arbeitete in dem Beruf zehn Jahre lang. In der wenigen Freizeit, fuhr er leidenschaftlich gerne mit seinem Motorrad und besuchte damit auch Tanzveranstaltungen. Beim Tanzen in Haigerloh lernte er schließlich 1959 Lidwina Eder kennen und lieben. Sie heirateten zwei Jahre später im April 1961 und waren 59 Jahre lang glücklich.

Noch im selben Jahr der Hochzeit bezog das Ehepaar Maier die Wohnung über der Raiffeisenbank in Aschau und Anton Maier trat bei der Raiffeisenbank im Lagerhaus seine neue Arbeitsstelle als Lagerhalter an. Die Arbeit führte er all die Jahre mit Leib und Seele aus und blieb dieser Stelle bis zu seinem Renteneintritt treu. In den Jahren nach der Eheschließung erblickten die vier Töchter das Licht der Welt. Als Familienmensch durch und durch, waren Freunde sowie Vereinskameraden seiner vier Mädchen immer willkommen und er unterstützte die Vereinsaktivitäten und Belange seiner Töchter wo er konnte. Maier selbst war jahrzehntelang Mitglied bei Aschauer Vereinen, wie dem Trachtenverein, der Blaskapelle und der Feuerwehr.

1988 bezog er mit seiner Familie das Einfamilienhaus in Aschau und renovierte es mit seiner Frau in jeder freien Minute mit großer Leidenschaft. Der Zusammenhalt in der guten und verlässlichen Nachbarschaft war ihm sehr viel wert.

Höhepunkte für die Eheleute Anton und Lydia waren eine Reise nach Rom mit dem Besuch des Vatikans und später eine Reise in die Schweiz, in der sie die Gletscherwelt besuchten.

Mit dem Renteneintritt 1992 entstand mehr Zeit für seine Familie und er genoss es, wenn bei einer Familienfeier alle um ihn herum waren. Die gemeinsamen Reisen nach Südtirol liebte er. Seine allergrößte Freude jedoch waren seine sieben Enkel, die immer viel Zeit mit ihm verbrachte. Zuletzt freute er sich von Herzen, dass es ihm noch vergönnt war, seine zwei Urenkel mitzuerleben.

In den vergangenen Jahren erfuhr Anton Maier gesundheitlich schwierige Zeiten und viele Krankenhausaufenthalte. Mit Gottvertrauen und unbändigem Lebenswillen konnte er diese Zeiten meistern. Es war ein Geschenk, dass er dabei nie seinen Humor verlor. Der Zusammenhalt und die Liebe seiner Familie war ihm dabei eine große Stütze. Am Dienstag, 3. März, durfte er im Alter von 87 Jahren nach einem arbeitsreichen, erfüllten Leben seine Augen für immer schließen.

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