Nachruf auf Franziska Salzeder

Aschau – Der Lebenskreis von Franziska Salzeder aus Aschau hat sich geschlossen.

Die „Gillhuber-Fanni“ starb im Alter von 91 Jahren im Kreise ihrer Familie. Franziska Salzeder wurde am 22. Mai 1928 als erstes Kind der Bauerseheleute Mathias und Franziska Schmid auf dem Gillhuberhof in Aschau geboren und wuchs dort mit ihrer drei Jahre jüngeren Schwester Maria auf. Sieben Jahre lang besuchte sie die Volksschule, wo sie Klassenkameradin von Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI. war. Mit 13 Jahren arbeitete sie auf dem elterlichen Hof.

Kurz nach dem Krieg lernte sie ihren späteren Mann Matthias Salzeder aus Rulading kennen. Sie heirateten am 5. Mai 1952. In ihrer glücklichen Ehe durften sie sich über vier Kinder freuen: Matthias, Erwin, Gerhard und Gertraud.

Auf dem Gillhuberhof waren bis 1960 auch Büro und Lagerhaus der örtlichen Raiffeisenkasse untergebracht, die bereits Fanni’s Vater und später ihr Mann Matthias als Geschäftsführer leiteten. Während sich der Arbeitsschwerpunkt des Gillhuberbauern immer mehr auf die größer werdende Raiffeisenbank verlegte, meisterte Fanni mit Geschick und Fleiß die Arbeiten für die Familie.

Mit viel Herzblut haben die Gillhubereltern die vielfältigen Aktivitäten ihrer Kinder begleitet und unterstützt, ob Fußball, Turnen, Rhythmusgruppe oder Faschingsgarde. Große Bleche Pizza wurden für die jungen Leute gebacken, die sich beim Gillhuber zum Proben und Feiern zusammenfanden.

Als großes Glück erlebte sie die Geburt ihrer zehn Enkel, die bei ihr immer gut umsorgt waren.

Auch schwere Stunden blieben ihr nicht erspart: Da war zuerst der Tod ihrer Schwester Maria, die mitten aus dem Leben herausgerufen wurde. Ihren Mann Matthias begleitete sie treu durch die schweren Jahre einer langen Krankheit, bis er 1997 starb. Besonders hart traf sie der Tod ihres 18-jährigen Enkels Matthias im Jahr 2011.

Als Mensch, der sich von Kindheit an mit ganzem Herzen in die heimatliche Dorfgemeinschaft eingebracht hat, genoss die „Gillhuber-Fanni“ große Wertschätzung, nicht zuletzt in der Nachbarschaft. Sie liebte die Geselligkeit und zum Schafkopf-Spielen war sie immer zu haben. Daheim war sie der immer interessierte und bestens informierte Mittelpunkt der Familie. Im Lauf der Jahre kamen sieben Urenkelkinder dazu, an denen die „Uri“ große Freude hatte.

In den letzten Jahren wurde das Gehen immer mühsamer, zuletzt brauchte sie selber Hilfe. Geduldig und mit Gottvertrauen ertrug sie die in den letzten Monaten zunehmenden Leiden, bis sie liebevoll umsorgt heimgehen durfte.

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