Anlaufstelle für Suchtkranke und Angehörige

Waldkraiburg/Mühldorf. – Suchtkranke aus der ganzen Region finden bei der Selbsthilfegruppe des Blauen Kreuzes in Waldkraiburg seit vielen Jahren eine Anlaufstelle.

Auch im vergangenen Jahr kamen durchschnittlich 16 Teilnehmer zu den 50 Gruppenstunden ins Haus am Ölberg im evangelischen Gemeindezentrum. Insgesamt beläuft sich die Teilnehmerzahl also auf 800. Das geht aus der Jahresbilanz hervor, die jetzt der Ortsvorsitzende und Gruppenleiter Gottfried Menzel vorgelegt hat. Laut Angaben des Blauen Kreuzes leben in Bayern etwa 1,4 Millionen Menschen, die alkoholabhängig sind oder Gefahr laufen, es zu werden. Klinisch relevanter Medikamentenmissbrauch liege bei etwa 180 000 Menschen vor, wobei der problematische Medikamentenkonsum weitaus stärker verbreitet sei.

Bei etwa 97 000 Personen liege ein missbräuchlicher Konsum von Cannabis vor. 37 000 Menschen seien pathologische Glücksspieler, weitere 34 000 zeigen problematisches Spielverhalten.

Personen mit diesen Suchterkrankungen oder diesem Risikoverhalten steht die Gruppe in Waldkraiburg offen. Neben den unmittelbar Betroffenen wenden sich nach den Erfahrungen von Gottfried Menzel aber auch Angehörige von Suchtkranken an das Blaue Kreuz. Deren Begleitung und Unterstützung ist ein wichtiges Anliegen des gemeinnützigen Vereins. „Eine Suchterkrankung betrifft immer die ganze Familie. Auf jeden Suchtkranken kommen ungefähr vier bis fünf Familienmitglieder, die unter den Folgen der Sucht leiden.“

Die Selbsthilfegruppe steht auch im neuen Jahr jederzeit zur Information und für neue Teilnehmer offen. Die wöchentlichen Treffen finden immer montags in der Zeit von 19 bis 20.30 Uhr im Haus am Ölberg im evangelischen Gemeindezentrum in Waldkraiburg statt. Weitere Informationen bei Gottfried Menzel, Telefon 0 86 39/87 84. hg

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