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SEIT ZEHN JAHREN IM LANDKREIS

Anlaufstelle bei Erziehungsfragen: Waldkraiburgerin betreut das Projekt „Elterntalk“

Eigentlich finden die Treffen daheim bei den Eltern statt. Doch in Corona-Zeiten ist auch das anders. Diplom Sozialpädagogin Katharina Wachter von der Erziehungsberatung der Caritas und die von ihr geschulten Moderatorinnen sind dann online mit den Müttern und Vätern verbunden. Meier
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Eigentlich finden die Treffen daheim bei den Eltern statt. Doch in Corona-Zeiten ist auch das anders. Diplom Sozialpädagogin Katharina Wachter von der Erziehungsberatung der Caritas und die von ihr geschulten Moderatorinnen sind dann online mit den Müttern und Vätern verbunden. Meier
  • Kirsten Meier
    VonKirsten Meier
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„Als junge Mutter möchte man immer alles perfekt machen und hat natürlich viele Fragen zur Erziehung“, sagt Denya Kizilca. Sie hat gute Erfahrungen mit dem Caritas-Projekt Elterntalk gemacht, das die Diplom Sozialpädagogin Katharina Wachter aus Waldkraiburg betreut.

Waldkraiburg – Homeschooling, Corona, Lebensveränderungen in der Familie zum Beispiel durch Tod oder Krankheit, Trotzphasen, Internet, Handysucht – es gibt so viele Themen, die Eltern und Kinder immer wieder beschäftigen. Seit Ausbruch von Corona vielleicht noch mehr als sonst. Eine Anlaufstelle, um sich mit anderen darüber auszutauschen, ist der Elterntalk der Caritas, den in Waldkraiburg dieDiplomsozialpädagogin und Erziehungsberaterin Katharina Wachter betreut.

Offene Gespräche in vertrauter Runde

„Als junge Mutter möchte man immer alles perfekt machen und hat natürlich viele Fragen zur Erziehung“, sagt Denya Kizilca. Als die Einzelhandelskauffrau und Mama von drei Kindern im Alter von zehn, acht und drei Jahren 2014 zum Elterntalk kam, freute sie sich vor allem darauf, sich mit anderen Eltern auszutauschen.

Eltern profitieren voneinander

„Das war sehr hilfreich“, sagt die Frau aus Schwindegg, die die Offenheit und Vertrautheit in diesem Kreis schätzt. Kizilca hat mit dem Talk so gute Erfahrungen gemacht, dass sie sich selbst zur Moderatorin ausbilden ließ.

Nicht immer finden Teilnehmer des Talks sofort die richtige Lösung bei Problemen. Doch das verspricht das Angebot der Caritas im Landkreis Mühldorf auch nicht. Es geht um Hilfe und Austausch rund um Erziehungsfragen.

In Corona-Zeiten nur noch online

„Das kommt bei Eltern sehr gut an. Das Kernstück davon ist, dass sie voneinander profitieren“, sagt Katharina Wachter (40). Die Diplom-Sozialpädagogin und Erziehungsberaterin bei der Caritas betreut das Projekt im Landkreis Mühldorf.

„Ohne Corona würden sich Väter und Mütter dabei in geselliger Runde treffen, gemütlich zusammensitzen und Erziehungstipps geben“, erzählt Wachter. „Durch Corona gibt es den Elterntalk nur noch online.“

Für Eltern mit Kindern unter 14 Jahren

Eltern, deren Kinder jünger als 14 sind, finden auch online eine perfekte Anlaufstelle. Hier gibt es nicht nur Gleichgesinnte. Jeder kann auch etwas von dem anderen lernen. Verschiedene Kulturen treffen aufeinander. Die Gruppe von Moderatorin Denya Kizilca etwa ist ein deutsch-türkischer Talk, der auch für Eltern jeder anderen Herkunft offen ist, wie die dreifache Mutter betont.

Ehrenamtliche Moderatorinnen

Sie alle teilen ähnliche Freuden und Sorgen. „Elterntalk funktioniert nach dem Gastgeberprinzip. Mütter und Väter laden andere Eltern zu sich nach Hause ein, um über ihre Erziehungserfahrungen und -fragen zureden.

Die ehrenamtlichen Moderatoren, die Katharina Wachter ausbildet, haben die Aufgabe, die Gesprächsführung über die gewünschten Themen zu übernehmen. Über was gesprochen werden soll, entscheiden die Eltern.

Die Themen variieren

Die Themen variieren: Es geht um Fernsehen, um Konsum, Internet, Erziehung, gesundes Aufwachsen in Familien, Suchtprävention, Computer- und Konsolenspiele, den verantwortlichen und kindgerechten Umgang mit Smartphone und Handy.

Beim Elterntalk gibt es keine Sprachbarrieren. Von den aktuell acht Moderatorinnen werden Treffen nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in Russisch, Türkisch, Französisch, Englisch, Dari, Fari und Afghanisch angeboten.

Auch Großeltern gern gesehen

„Auch Großeltern sind beim Elterntalk gern gesehen“, sagt die Sozialpädagogin. Schließlich seien diese oftmals in die Betreuung der Kinder miteingebunden.

Zehn Jahre Elterntalk: Infos und Kontakte

Elterntalk ist ein Projekt der Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Bayern. 48 Landkreise und kreisfreie Städte nehmen teil.Seit zehn Jahren gibt es das Angebot im Landkreis Mühldorf.Seitdem gab es 1180 Elterntalks. 4990 Mütter und Väter wurden erreicht. Pro Jahr finden etwa 160 Talks statt, an denen etwa 600 Eltern teilnehmen. Wenn Treffen wieder erlaubt sind, finden sie bei Privatpersonen statt, im Haus der Begegnung in Mühldorf und an den Familienstützpunkten in Waldkraiburg, Gars und Oberbergkirchen. Solange Kontaktverbot gilt, ist der Talk online.

Eltern, die sich in entspannter Runde mit anderen Vätern oder Mütter austauschen wollen oder gar selbst Moderator werden wollen, können sich telefonisch oder per Mail bei Katharina Wachter melden. Eltern aus verschiedenen Kulturen können sich hier nicht nur untereinander austauschen, sondern auch gegenseitig eine Hilfe sein.

Weitere Infos über die Erziehungsberaterin der Caritas, Katharina Wachter, im Bischof-Neumann-Haus in Waldkraiburg, Telefon 0 86 38/8 41 15, Mail: katharina.wachter@caritasmuenchen.de

Denya Kizilca hat das Angebot so gut gefallen, dass sie bald selbst Moderatorin wurde.
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