An der neuen Moschee in Waldkraiburg tut sich wieder was: 2021 soll Eröffnung sein

Eine ehemalige Gewerbeimmobilie in der Traunreuter Straße wird zur Moschee umgebaut. 2021 soll die Eröffnung sein.
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Eine ehemalige Gewerbeimmobilie in der Traunreuter Straße wird zur Moschee umgebaut. 2021 soll die Eröffnung sein.
  • Hans Grundner
    vonHans Grundner
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Die Hoffnung, in diesem Jahr eine neue Moschee zu eröffnen, hat sich für die Waldkraiburger Muslime zerschlagen. Doch 2021 soll es auf jeden Fall soweit sein, sagt Vorsitzender Ahmet Baskent über das Projekt, das für die Gemeidne ein finanzieller Kraftakt ist.

Waldkraiburg – Das Grundstück hat die türkisch-islamische Gemeinde schon vor drei Jahren erworben. Doch seitdem hat sich lange kaum etwas getan auf dem ehemaligen Firmengelände in der Traunreuter Straße. Mittlerweile ist auch von außen zu sehen: Die Arbeiten an der neuen Moschee kommen voran.

Gebetsraum, keine Minarette

Ein Gebetsraum sowie Schulungsräume für den Koranunterricht, eine Teestube und Wohnungen für den Imam und die Religionsbeauftragte sollen in dem Gebäude entstehen. Minarette sind nicht vorgesehen.

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„Kein Geld aus der Türkei“

Die Elektrik, die Wasserleitungen seien gemacht, die Fenster eingesetzt. „Demnächst kommen Außenfassade und Heizung“, sagt Ahmet Baskent. Dem Vorsitzenden und seiner türkisch-islamischen Gemeinde, die dem Verband Ditib angehört, geht das noch immer viel zu langsam. Doch die Schwierigkeiten, Firmen für die Arbeiten zu bekommen, haben sich nach seinen Worten durch Corona noch verschärft.

Altes Moschee-Grundstück wird verkauft

Die Hoffnung der Waldkraiburger Muslime, noch heuer die neue Moschee zu eröffnen, hat sich zerschlagen. Einen konkreten Termin für die Eröffnung kann Baskent noch nicht nennen, ein Umzug im nächsten Jahr sei aber sicher.

Lieber heute als morgen würde die mit gut 300 Mitgliedern größte Gemeinde im Landkreis aus ihrer Moschee in der Reichenberger Straße ausziehen. Seit mehreren Jahren ist das Gebäude in einem erbärmlichen baulichen Zustand.

Gemeinde: Kostenrahmen von 1,5 Millionen Euro

„Die Finanzierung steht“, sagt der Vorsitzende der Gemeinde. „Wir sind im Kostenrahmen.“ Der liege bei 1,5 Millionen Euro inklusive Grundstückskauf, ein finanzieller Kraftakt für die Gemeinde. Ein Teil dieser Summe ist durch den geplanten Verkauf des Grundstücks in der Reichenberger Straße abgedeckt. Der Rest muss kreditfinanziert und durch die Gemeindemitglieder aufgebracht werden.

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