Alternative Ausflugsziele in der Region

Natur am Inn bei Ebing. Der Bund Naturschutz empfiehlt alternative Ausflugsziele in der näheren Umgebung.
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Natur am Inn bei Ebing. Der Bund Naturschutz empfiehlt alternative Ausflugsziele in der näheren Umgebung.

In den Ferien wird ein großer Andrang an den bekannten Hotspots der bayerischen Ausflugsziele erwartet. Der Bund Naturschutz (BN) rechnet nicht nur mit einem Verkehrschaos, sondern befürchtet auch eine räumliche und zeitlicher Belastung vieler seltener Arten.

Waldkraiburg – Dr. Andreas Zahn, der Vorsitzende der Kreisgruppe, rät in einer Pressemitteilung zu alternativen Ausflugszielen in der Umgebung. „Gerade das Umfeld Waldkraiburgs hat da viel zu bieten und die Ziele sind mit dem Rad gut erreichbar“, so Zahn. Die Ausgangsbeschränkungen der vergangenen Wochen haben gezeigt, wie wichtig intakte Naherholungsgebiete und naturnahe Landschaften in der unmittelbaren Umgebung sind.

Im Landkreis Mühldorf gibt es viel zu sehen. Im Inntal kann man die alten Buchenwälder an den Innleiten bewundern, die als Natura2000-Gebiet unter Schutz stehen.

Bei Mühldorf und Ebing nagt der wilde Inn dank der Renaturierung durch die Wasserwirtschaft bei Hochwasser eindrucksvoll an seinen Ufern. Bei Königswart hat sich der Inn tief in den Jungmoränengürtel eingegraben und ein beindruckendes Tal geschaffen. Der Toteiskesselweg des Bund Naturschutz bei Haag führt in die Vergangenheit der Region. Er veranschaulicht das Wirken der Eiszeit.

Auch den Yaks am Stampflberg kann man einen Besuch abstatten und das Isental ist ebenfalls einen Ausflug wert: Bei Walkersaich sind dank des Projekts Natur.Vielfalt.Isental bunte Feuchtwiesen entstanden in denen Störche und Reiher auf Nahrungssuche gehen und bei Gaymoos haben sich die nassen Weiden auf den Flächen der Autobahndirektion zu einem wertvollen Brutgebiet seltener Vögel entwickelt.

Natürlich empfiehlt der Bund Naturschutz auch einen Besuch seiner Projektgebiete, der Kiesgrube bei Heldenstein und der Wasserbüffelweide in Jettenbach. An beiden Orten gibt es Beobachtungsstände mit Informationen zu den Projekten.

Allerdings appelliert der BN, bei allen Ausflügen in die Natur die Empfehlungen und Gebote der Besucherlenkung, vor allem in Schutzgebieten, zu beachten. Besonders wichtig ist es, auf Wegen zu bleiben. Viele Tierarten sind störanfällig. So wurde die Brut des Flussregenpfeifers auf den Kiesbänken am Inn von Erholungssuchenden bereits vereitelt. Rücksicht und Zurückhaltung sind also besonders wichtig, um die Natur in Waldkraiburgs Umgebung zu erhalten.

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