Alle Stadträte auf einen Blick und erste Reaktionen auf das Ergebnis

Fischer, SPD, 4500

Waldkraiburg – Neben den eigenen Ergebnissen treibt die Kommunalpolitiker in Waldkraiburg die auf ein Rekordtief gesunkene Wahlbeteiligung (42,7 Prozent) um, und das Abschneiden der AfD, die in Fraktionsstärke in den Stadtrat einrückt.

„Sehr zufrieden“ mit dem UWG-Resultat ist Fraktionsvorsitzender Dr. Frieder Vielsack. „Ein Superergebnis“, das er als Bestätigung sieht. „Wir haben offensichtlich nicht alles falsch gemacht. Es war eine klare Linie erkennbar. Ich habe das Gefühl, diese Konsequenz schätzen die Bürger.“

Das Abschneiden der AfD wertet er als einen Auftrag an alle Demokraten, „sich nicht im Klein-Klein zu verlieren, sondern Sachdiskussionen zu führen und gute Politik zu machen“.

„Mehr als enttäuschend“ ist das Ergebnis aus Sicht des CSU-Fraktionssprechers Anton Sterr. Nicht nur der Ortsverband hat mittlerweile einen schweren Stand in Waldkraiburg. Denn: Das Ergebnis der Landratswahl in Waldkraiburg spiegle die Stadtratswahl fast auf den Prozentpunkt wider. Zur AfD meint Sterr im Blick auf höhere Ergebnisse bei Landtags- und Bundestagswahlen: „Es hätte schlimmer kommen können.“

Für die Roten war der Wahlsonntag „ein schwarzer Tag“, so Zweiter Bürgermeister Richard Fischer. Er glaubt nicht, dass es ein Fehler war, die Liste für Parteilose zu schließen. Geschadet habe der SPD eher, dass die Fraktionsvorsitzende Engelmann für einen anderen Bürgermeisterkandidaten geworben habe. Für ein Riesenproblem hält Fischer die niedrige Wahlbeteiligung. „Wir dürfen nach Wahlen nicht nur drüber reden und Gutachten in Auftrag geben. Wir müssen endlich etwas dagegen tun.“

Tatjana Zapp, Listenführerin der AfD, ist begeistert. „Das ist fantastisch. Als Fraktion haben wir Anspruch auf Sitze in den Ausschüssen.“ Sie freue sich auch über das „grandiose Ergebnis“ von Bürgermeister Pötzsch. „Er hat viel Mist aus der Vergangenheit ausbaden müssen und sich eine weitere Chance verdient.“

Die Demokraten aller Gruppierungen „müssen den Rechten Paroli bieten“, findet Christoph Arz von den Grünen. „Wir sind ein junger Ortsverband und froh, dass wir drin sind und grüne Themen einbringen können.“ Durch die neue Zusammensetzung werde es sicher schwieriger Entscheidungen zu treffen und die Diskussionen intensiver.

„Ich hätte mir mehr gewünscht“, sagt Valentin Clemente, der alleine die Fahne der FDP hochhalten muss. „Das AfD-Ergebnis ärgert mich. Ich verstehe unsere Gesellschaft nicht mehr. Diesmal hat es so viele Alternativen wie noch nie gegeben. Niemand hätte die AfD wählen müssen.“

Hintereder, UWG, 2440

Schäffer, AfD, 2223

Blaschek, SPD, 2069

Stocker, CSU, 2837

Pollmann, CSU, 3645

Partsch, UWG, 4560

Vetter, UWG, 3395

Ott, Grüne, 1969

Kindermann, CSU, 2677

Kommentare