Abstand halten beim Waldkraiburger Wochenmarkt: Nicht alle Leute sind vernünftig

„Die meisten Leutehalten 1,50 Meter Abstand“, sagt Metzger Kurt Hintereicher (links), der jeden Mittwoch und Samstag auf dem Waldkraiburger Wochenmarkt vertreten ist. Das Angebot wurde wegen der Coronakrise auf Lebensmittel beschränkt. Grundner
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„Die meisten Leute sind vernünftig und halten 1,50 Meter Abstand“, sagt ein Händler auf dem Waldkraiburger Wochenmarkt. Doch manche rücken den Nachbarn eben doch auf die Pelle.

Waldkraiburg – Mittwoch ist Markttag in Waldkraiburg. Auch gestern war das so. Trotz Corona. „An der frischen Luft sollte das kein Problem sein“, glaubt Christa Fuchs, die beim Gärtner ansteht. „Aber es sind schon bedeutend weniger Leute auf dem Markt. Man kriegt ganz ohne Probleme einen Parkplatz in der Stadtmitte.“

1,50 Meter Abstand – die einen halten sich dran, andere nicht

„Ich denke, dass man nicht sicherer einkaufen kann als auf dem Wochenmarkt. Wir sind an der frischen Luft, nach jedem Kassieren werden die Hände desinfiziert“, sagt Metzger Kurt Hintereicher. Und: „Die meisten Leute sind vernünftig und halten 1,50 Meter Abstand ein.“ Vor einigen Ständen bildeten sich allerdings auch gestern noch Menschentrauben, rücken viele Leute deutlich näher zusammen.

Der letzte Stadtbus fährt ab sofort bereits um 16 Uhr

Kleiner ist der Markt als sonst. Das Angebot ist eingeschränkt. Der Mittwochsmarkt steht in Waldkraiburg eigentlich nicht nur Metzgern, Bäckern und weiteren Lebensmittelhändlern offen, auch andere Fieranten, etwa für Bekleidung, sind vertreten. „Das ist nicht mehr erlaubt“, sagt Stephanie Till, Pressesprecherin der Stadt. Sie geht aber nach wie vor davon aus, dass die Märkte am Sartrouvilleplatz, der grüne Markt am Samstag und der Mittwochsmarkt, zur Grundversorgung der Bürger weiter abgehalten werden können.

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Auch der Stadtbus wird vorerst nicht eingestellt, allerdings hat die Firma Hinmüller, die im Auftrag der Stadt fährt, mitgeteilt, dass sie ab sofort auf den Ferienfahrplan umstellt. Das gilt bis zum Ende der Osterferien. Der Busbetrieb beginnt damit erst um 8 Uhr und macht zwischen 13 und 15 Uhr Pause. Die letzte Runde beginnt bereits um 16 Uhr.

Der Stadtrat zieht mit seinen Sitzungen ins Haus der Kultur

Wegen der Corona-Krise zieht auch der Stadtrat mit seinen Ausschüssen um. Die Sitzungen sollen weiter stattfinden, allerdings nicht mehr im Sitzungssaal des Rathauses, sondern im Haus der Kultur. „Dort ist mehr Platz, um größeren Abstand zu halten“, sagt Stephanie Till. Vor allem beim Stadtentwicklungsausschuss am 24. März, der den Bürgerantrag zur Schilcherlinie behandelt, wird damit gerechnet, dass auch eine ganze Reihe von Zuhörern die Debatte verfolgen will. „In den Sitzungssaal könnten wir nur zehn Leute einlassen.“ Auch die Sitzung des Bauausschusses am 21. April und des Stadtrates am 28. April werden nach aktuellem Stand im Haus der Kultur abgehalten. Der Haupt- und Finanzausschuss am 1. April ist abgesagt, weil es nach der Verabschiedung des Haushalts keine dringenden Tagesordnungspunkte gibt.

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Seit dem gestrigen MIttwoch, vorerst bis einschließlich Montag, 30. März, sind in der Stadtverwaltung nur noch vorab telefonisch vereinbarte Termine möglich. Der Zutritt zum Rathaus ist beschränkt. Alle Haupt- und Nebeneingänge bleiben verschlossen.

Sieben Trauungen im Standesamtsbezirk – noch keine abgesagt

Beerdigungen finden im engsten Familienkreis statt, mit maximal 30 Personen. Zu standesamtlichen Eheschließungen werden höchstens 20 Gäste zugelassen. Bis 19. April sind im Standesamtsbezirk sieben Trauungen angemeldet, fünf in Waldkraiburg, eine in Kraiburg, eine in Gars. Till: „Bislang ist noch keine abgesagt.“

Die Bürgersprechstunde und „Auf a Wort" des Bürgermeisters Robert Pötzsch werden bis auf Weiteres ausgesetzt. Anliegen können per E-Mail an buerobgm@waldkraiburg.de oder unter Telefon 0 86 38/95 92 50 vorgebracht werden.

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