Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


AKTUELLE EINWOHNERSTATISTIK FÜR DAS JAHR 2016

214 Geburten–der höchste Wert seit 2001

Nicht mehrdie türkischen Staatsangehörigen, sondern Arbeitnehmer aus Rumänien, stellen seit wenigen Jahren die größte Gruppe der Ausländer in der Stadt Waldkraiburg. Ein Trend, der sich zuletzt immer weiter verstärkt hat. Stadt
+
Nicht mehrdie türkischen Staatsangehörigen, sondern Arbeitnehmer aus Rumänien, stellen seit wenigen Jahren die größte Gruppe der Ausländer in der Stadt Waldkraiburg. Ein Trend, der sich zuletzt immer weiter verstärkt hat. Stadt

Das gab es schon lange nicht mehr in Waldkraiburg. Erstmals nach 15 Jahren lag die Zahl der Geburten im vergangenen Jahr wieder über der Marke von 200. Das geht aus der aktuellen städtischen Statistik zur Jahreswende hervor. Trotz dieser Steigerung ist die Zahl der Sterbefälle nach wie vor deutlich höher.

Waldkraiburg – Von einer „erfreulichen Entwicklung“ sprach gestern Siegfried Hanesch im Blick auf die Geburtenzahlen. 214 Kinder, 112 Buben und 102 Mädchen, wurden im vergangenen Jahr geboren.

Der Leiter des Einwohnermeldeamtes, der gestern die wichtigsten Daten zur Einwohnermeldestatistik mitteilte, musste in der Statistik 15 Jahre zurückgehen, um auf einen solchen Wert zu stoßen. 2001 wurde zuletzt die Marke von 200 übertroffen. Auch damals waren es 214 Geburten. Zuletzt waren es mit Schwankungen zumeist zwischen 170 und 190 Kinder. 2009 wurde das Rekordtief mit nur 158 Geburten erreicht.

Die Geburten leisten einen kleinen Beitrag, dass sich die amtliche Einwohnerzahl wieder auf die 25 000er-Marke zubewegt (die Ergebnisse des Zensus sind bis zu einer endgültigen juristischen Klärung nach wie vor nicht in dieser Statistik berücksichtigt; Anm. d. Red.).

24 902 Einwohner sind es laut Einwohnermeldeamt genau. Den größten Anteil daran haben aber zwei andere Faktoren. Aufgrund einer Änderung im Melderecht gehen erstmals auch die Flüchtlinge der Erstaufnahme-Dependance in diese Statistik ein. (Deren Zahl ist zum Jahresende allerdings deutlich gesunken.) Erneut angestiegen ist die Zahl der Arbeitnehmer aus den südöstlichen EU-Staaten, ein Trend, der schon seit mehreren Jahren anhält. Viele Arbeitnehmer aus Rumänien und Ungarn, die im Rinderschlachthof in Waldkraiburg und im Putenschlachthof in Ampfing arbeiten, wohnen in der Stadt.

Aufgrund dieser Faktoren ist auch der Ausländer-Anteil an der Gesamtbevölkerung gestiegen und liegt erstmals über 20 Prozent. 5032 Bürger haben keinen deutschen Pass.

Auf den Zuzug ausländischer Arbeitnehmer und der Flüchtlinge ist auch zurück zu führen, dass mehr Männer (12 622; 50,7 Prozent) als Frauen (12 280; 49,3 Prozent) in Waldkraiburg leben. Noch vor wenigen Jahren war das Verhältnis umgekehrt (siehe auch blauen Info-Kasten).

Weder der Zuzug noch die Geburtenzahlen können freilich die kritische demografische Entwicklung der vergangenen Jahre umkehren. Die Zahl der Sterbefälle ist gegenüber 2015 zwar leicht zurück gegangen, liegt aber mit insgesamt 336 nach wie vor sehr deutlich über der Zahl der Geburten.

Nicht weniger als 11,4 Prozent der Bürger sind 75 Jahre oder älter. Deutlich mehr als jeder fünfte Einwohner Waldkraiburgs, nämlich 5341 Bürger (21,4 Prozent), ist bereits im Ruhestandsalter, also 65 Jahre und älter.

Kommentare