VR-Bank Taufkirchen-Dorfen landet Volltreffer

Dr. Wilhelm Kremer-Schillings sprach nicht nur Themen der Verbraucher, sondern auch die der Landwirte an. re

Buchbach/Taufkirchen –. Zum sechsten Landwirtschaftsabend lud die VR-Bank Taufkirchen-Dorfen alle Landwirte des gesamten Bankenbereiches ein.

Dieser fand im vollgefüllten Bürgersaal in Taufkirchen (Vils) statt.

Die beiden Landwirtschaftsberater der VR-Bank, Anton Kaltenbrunner und Robert Kurz konnten die Landwirte der gesamten Region willkommen heißen. Vorstandsvorsitzender Heinrich Oberreitmeier betonte die Bedeutung sowie die Aktualität der heimischen Landwirtschaft. Mit den Worten: „Wir könnten ohne digitale Medien leben, jedoch nicht ohne die Landwirtschaft“ brachte er eines der Hauptthemen voll auf den Punkt.

Der Star des Abends war Dr. Wilhelm Kremer-Schillings, in Fachkreisen auch „Bauer Willi“ genannt. Er konnte in seinem Referat auf die Bedürfnisse der Anwesenden eingehen, denn er ist selbst Landwirt. Der „Bauer Willi“ kommt aus dem Rheinland und wurde durch die Aktionen der Grünen Kreuze bekannt.

Sie gelten als ein stiller Protest gegen neue Regulierungen und für mehr Respekt für die Arbeit der Landwirte. Mit konkreten Beiträgen und Beispielen aus seinem Leben war es dem Referenten gelungen, die anwesenden Landwirte zu informativen, aber auch einen kurzweiligen Abend zu gestalten. Kremer-Schillings berichtete, dass er häufig die Erfahrung machen musste, dass viele Bürger nicht wissen, was Landwirtschaft tatsächlich bedeutet. Daher stammen aus seiner Sicht, auch oft die Konflikte zwischen den Landwirten und den Verbrauchern. Es sei an der Zeit, mit dem Jammern auf beiden Seiten aufzuhören.

Auch die jeweilige Verantwortung und Anschuldigungen dürfte man sich nicht gegenseitig zuschieben, so Dr. Kremer-Schillings. Er forderte die Landwirte auf, mit den Verbrauchern in den Dialog auf Augenhöhe zu treten. Gerade in unruhigen Zeiten wie heute sei es wichtig, mehr Mut zur Kommunikation zu haben. Die Herausforderung erklärte er mit den Worten: „Einfache Lügen haben es leichter, als komplizierte Wahrheiten.“ Die Bauern haben nach seiner Aussage, jedoch komplizierte Wahrheiten. Genau diese gelte es zu erklären. Er forderte die Landwirte auf, aktiv und offen mit den Verbrauchern zu kommunizieren. Nur so gelinge es, einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Am Schluss appellierte der Referent, nicht die Schuld beim jeweils anderen zu suchen, sondern bei sich selber anzufangen. tf

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