Votum gegen massive Einfriedung

Mettenheim – Wie schon einen Monat zuvor, ging es bei der jüngsten Gemeinderatssitzung um die Einfriedung des Kinderkrippen-Erweiterungsbaus, der auf dem Grundstück entstehen soll, das die Kommune für die Kinderwelt St. Michael neu gekauft hat.

Fehlende Einfriedung stört die Nachbarn

Nicht ohne Grund hatte Bürgermeister Stefan Schalk (CSU) das Thema wieder auf die Tagesordnung gesetzt, rief doch die Entscheidung des Gemeinderats vom Januar die unmittelbaren Nachbarn auf den Plan, weil die ihre Privatsphäre durch eine fehlende Einfriedung gestört sahen. So schlug das Gemeindeoberhaupt vor, den ursprünglichen Beschluss aufzuheben und eine 1,80 Meter hohe Betonmauer als Sicht- und Schallschutz zu errichten.

Allerdings schreckten die Gemeinderäte nicht nur vor den Baukosten zurück, sondern auch vor dem unschönen Anblick und der damit einhergehenden wenig kindgerechten Atmosphäre wie das Thomas Stadler, Josef Guggenberger, Richard Obermeier (alle CSU), Franz Hinmüller und Michael Mooshuber (beide ÜWG) in ihren Diskussionsbeiträgen ausdrückten.

Zu Wort kamen auch künftige Nachbarn des Erweiterungsbaus, die erklärten, dass sie bereits zum fünften Mal das Baugeschehen in der Kinderwelt ertrügen und ihre Geduld nun am Ende sei. Sie wollten einfach ihre Ruhe auf ihrem Freisitz im Garten genießen, weswegen sie eine Betonwand als akzeptable Lösung betrachteten.

Anwohner prüfen rechtliche Schritte

Dem entgegen stimmte der Gemeinderat mit 8:8 Stimmen für die Beibehaltung des Beschlusses, der vorsieht, keine Trennwand zwischen den Grundstücken zu errichten. Die Nachbarn kündigten an, rechtliche Möglichkeiten prüfen zu wollen.

Kommentare