Vortrag über das Leben im KZ

Mühldorf. – Etwa 8300 KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter wurden zwischen Juli 1944 und April 1945 in das zweitgrößte KZ-Außenlager von Dachau für ein gigantisches Bauprojekt deportiert.

Über die Hälfte von ihnen starb in dieser Zeit. Sie lebten und arbeiteten unter katastrophalen und menschenunwürdigen Bedingungen. Die durchschnittliche Überlebenszeit betrug ab Ankunft gerade einmal 80 Tage. Museumsvermittler Hannes Roth erläutert die Zustände und das Leben im KZ-Außenlager Mühldorf. Neben Hintergründen und Struktur des Lagers treten ganz alltägliche Fragen nach Behausung, Kleidung, Hygiene und Ernährung in den Vordergrund. Wie gestaltete sich überhaupt der Alltag für die Häftlinge und kann man noch hiervon sprechen, wenn Leben und Tod so nah beieinander liegen? Der Vortrag findet am Freitag, 15. November, um 18 Uhr in der NS-Dauerausstellung im Haberkasten statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter Telefon 0 86 31/69 99 80.

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