Entscheidung um Kreisausschuss

Von wegen Hüttn-Gaudi: Zur Corona-Nachvervolgung steht ein Stadel am Landratsamt

In diesem Behelfsbau am Landratsamt arbeiten seit 1. Oktober Männer und Frauen zur Bewältigung der Corona-Pandemie.
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In diesem Behelfsbau am Landratsamt arbeiten seit 1. Oktober Männer und Frauen zur Bewältigung der Corona-Pandemie.
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Der Mühldorfer Kreisausschuss genehmigt ein Eilgeschäft für einen Behelfsbau. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Bayern wird der Ausbau sogenannter Contact Tracing Teams (CTT), initiiert durch das bayerische Gesundheitsministerium, vorangetrieben.

Mühldorf – Der Kreisausschuss hat in seiner letzten Sitzung einem Eilgeschäft von Landrat Max Heimerl zur Errichtung eines Behelfsbaus hinter dem Mühldorf Schulamt und dem gesamten Vorgehen, den außerplanmäßigen Ausgaben für die Einrichtung und Betrieb der Contact Tracing Teams (CTT) zur Bewältigung der Corona-Pandemie samt Deckungsvorschlägen ohne Gegenstimme zugestimmt (13:0).

CTT sollen weiter ausgebaut werden

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Bayern wird der Ausbau sogenannter Contact Tracing Teams (CTT), initiiert durch das bayerische Gesundheitsministerium vorangetrieben. „Die Gesundheitsämter stehen derzeit im Zentrum des Geschehens. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die Umsetzung der bayerischen Containment-Strategie geht.

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Entscheidend für die schnelle Eindämmung ist die schnelle Reaktion und die Testung von Kontaktpersonen sowie die stringente Umsetzung von Quarantäne-Maßnahmen. Die Mitarbeiter leisten an dieser Stelle eine hervorragende Arbeit auch über die Wochenende. Dafür möchte ich mich besonders bedanken“, sagte Landrat Max Heimerl.

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Freistaat Bayern hat Personal abgestellt

Der Freistaat Bayern hat für diese Arbeit Personal zur Verfügung gestellt. Im Landkreis Mühldorf sind dies rund 20 Personen. Für dieses Personal musste zeitnah eine Räumlichkeit und die notwendige Büro- und EDV-Ausstattung bereitgestellt werden. Der Freistaat Bayern übernimmt quasi nur die Kosten für das Personal, den Sachaufwand, wie Raummiete und die notwendige Büro- und EDV-Ausstattung hat der Landkreis zu tragen.

Seit 1. Oktober leisten die Mitarbeiter Detektivarbeit

Unter den Gesichtspunkten, dass die Räumlichkeiten baldmöglichst und nur temporär benötigt werden, habe sich laut Heimerl die Einrichtung eines angemieteten Behelfsbau (Mietdauer bis vorerst 31. Januar 2022) auf den eigenen Flächen in unmittelbarer Nähe zum Gesundheitsamt (auf den Parkplätzen hinter dem Schulamt) als sie ideale Lösung angeboten. „Die Räumlichkeiten wurden zum 1. Oktober bezogen“, erklärte der Landrat.

Kosten in Höhe von 126.000 Euro

Die Ausgaben für diese Maßnahme belaufen sich auf rund 126.000 Euro. Die außerplanmäßigen Ausgaben für die Einrichtung und den Betrieb des CTT von rund 60.000 Euro können durch Minderaufwendungen bei Mieten und Pachten an anderer Stelle gedeckt werden. Das Gleiche gilt für die außerplanmäßigen Investitionen für die EDV-Ausstattung in Höhe von rund 45 000 Euro, die durch Einsparungen an der zu beschaffenden Personalverwaltungssoftware gedeckt werden.

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