Vom Praktikanten zum Chef: Stabwechsel im Berufsbildungswerk Waldwinkel

Als Pädagoge und ehemaliger Leiter des Berufsschulzentrums hat Landrat Max Heimerl (links) Peter Konietzko als „kompetenten und verlässlichen Partner“ schätzen gelernt, wie er zu dessen Abschied sagte; . Petzi
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Als Pädagoge und ehemaliger Leiter des Berufsschulzentrums hat Landrat Max Heimerl (links) Peter Konietzko als „kompetenten und verlässlichen Partner“ schätzen gelernt, wie er zu dessen Abschied sagte; . Petzi

Stabwechsel im Berufs- und Jugendbildungswerk Don Bosco in Aschau-Waldwinkel. Nach 32 Jahren in seiner Funktion als Einrichtungsleiter des BBW wurde Peter Konietzko im Rahmen einer Feierlichkeit vor Ort von Kollegen, Wegbegleitern und Freunden verabschiedet – und sein Nachfolger Christian Kunde offiziell eingeführt.

Aschau – Nach dem Gottesdienst nahmen rund 60 geladene Gäste in einer Feier, durch die Pater Heinz Menz, Direktor der Salesianer Don Boscos, führte, Abschied von Konietzko. Dessen „im Stillen an den Menschen geleistete Arbeit“ sei „aller Ehren wert“, so Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber gin einem Grußwort.

Bayernweit für Aufsehen gesorgt

Den stetig sich verändernden Anforderungen und Herausforderungen der Zeit habe er sich mit Erfolg gestellt – und bayernweit für Aufsehen gesorgt.

Gehe es doch beim BBW um nichts weniger als „Entwicklungshilfe“ für die jungen Menschen, führte Landrat Max Heimerl anschließend weiter aus. Als Pädagoge und ehemaliger Leiter des Berufsschulzentrums stehe er, so Heimerl, der Einrichtung „innerlich sehr nah“; mit Konietzko verabschiede er nun einen „kompetenten und verlässlichen Partner“.

Persönliche Worte des Bürgermeisters

Und den schätzt auch Aschaus Bürgermeister Christian Weyrich, der nach dem Teamleiter Reha Arbeitsagentur Traunstein Christian Roppert einige Worte sprach, als selbst betroffener Vater auf eine ganz persönliche Weise: Seine Tochter Valerie habe bei Peter Konietzko viel Zeit „gut behütet“ verbracht.

Als „clever, anpassungsfähig und sozial“ beschrieb der Sprecher der bayerischen Berufsbildungswerke Matthias Wagner den BBW-Leiter a. D.

Konietzko hat Spuren hinterlassen

Keine Frage: Peter Konietzko hat Spuren hinterlassen. Fachlich, aber auch privat. So dankten ihm zum Abschluss der langen Reihe an Grußworten Schuldekan Hans Wax und Wolfgang Gaigl von der Berufsschule 1 Mühldorf nicht nur für die gute Kooperation, sondern auch für seine Freundschaft.

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Dementsprechend zeigte sich Provinzial Pater Reinhard Gesing, dem die offizielle Amtsübergabe an Christian Kunde oblag, in seinen Worten an Konietzko „beeindruckt von der „vertrauensvolle Zusammenarbeit der Einrichtung“ im Verbund eines großen Netzwerks aus Partnern und Freunden. Dem so Geehrten übergab er ein Don Bosco-Bild samt Ehrenmedaille. Abgesehen von vielen weiteren Geschenktüten durfte sich Peter Konietzko darüber hinaus über einen Fotoband aus den Händen des Mitarbeitervertreters Helmut Eder freuen. Als große Überraschung wartete nach dem Mittagessen ein gelber Bagger auf ihn, mit dem der scheidende Leiter zum Ausgang des Geländes gefahren wurde, vorbei an einem Spalier aus Jugendlichen und Mitarbeitern, die sich von ihrem ehemaligen Chef verabschiedeten.

Vom Praktikanten zum Chef

Schon als Praktikant hat Peter Konietzko (65) im Rahmen seines Studiums der Sozialen Arbeit das Berufsbildungswerk der Salesianer in Waldwinkel kennen gelernt. Nach einem Zweitstudium in Psychologie und einem Forschungsprojekt in der KIndernothilfe in Südindien kehrte er als Leiter der Berufsvorbereitung nach Aschau zurück. Später übernahm er den Bereich der Fortbildung und wurde auch Leiter der Zweigeinrichtung Mettenheim, ehe er die Ausbildungsleitung und zuletzt die Gesamtleitung des Hauses übernahm.

Der Nachfolger: Christian Kunde

Was Christian Kunde in seiner neuen Funktion in Zukunft unter Pandemie-Bedingungen erwartet, konnte der 36-jährige gebürtige Sachsen-Anhalter bereits seit vier Monaten erleben.

Mitten hinein in die Krise. Und Krise, die könne er! Nach 16 Jahren als Soldat bei der Bundeswehr in der Offizierslaufbahn, einem Studium der Pädagogik, zwei weiteren Abschlüssen in Wirtschaftswissenschaften sowie als Pionier-Offizier nicht nur mit Leitungsaufgaben, sondern auch mit einem grundlegenden Verständnis baulicher Themen vertraut, sei er der ideale Mann für diese Position, fasst Kunde mit einem Lächeln knapp seine Laufbahn zusammen. Darüber hinaus habe er als Studentenfachbereichsleiter seit 2013 „sich um junge Leute gekümmert“. Diese beim Schritt von der Jugend ins Erwachsenenleben zu begleiten, darum gehe es doch. Was ihm wichtig ist? „Die Freude am Leben vermitteln.“ pet

Mitarbeitervertreter Helmut Eder übergibt Fotoband
Musikalischen Rahmenprogramm durch Schüler Fotos Petzi

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