Keine Volksfeste bis 31. August: Abgespeckte Variante in Mühldorf? Feste in Waldkraiburg abgesagt

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Ob das Mühldorfer Volksfest mit reduzierter Dauer ab dem 1. September stattfinden kann, ist noch völlig unklar.

Bund und Länder verbieten alle Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August. Das haben die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder nach ersten Meldungen am Mittwoch, 15. April, vereinbart. Das würde auch das Mühldorfer Volksfest am 27. Juni treffen.

Mühldorf/Waldkraiburg – Damit ist das Mühldorfer Altstadtfest, das am 27. Juni, geplant war und Jahr für Jahr zehntausende Menschen nach Mühldorf gelockt hatte, nicht mehr machbar. Das Gleiche gilt für das Mühldorfer Sommerfestival von 10. bis 16. Juli.

Mühldorfer Volksfest sollte am 28. August starten

„Die Meldung ist noch zu frisch, um sich konkret zu den angesprochenen Festen zu äußern“, sagt Kulturamtsleiter Walter Gruber über den Beschluss, dass bis 31. August alle Großveranstaltungen in Deutschland verboten bleiben sollen. Es sei denkbar, das Altstadtfest auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Auch will er abwarten, wie Bund und Länder den Begriff „Großveranstaltung“ definieren, um eine Entscheidung zum Sommerfestival zu fällen.

Ob das Mühldorfer Volksfest durchgeführt werden kann, ist ebenfalls offen. Es würde eigentlich am Freitag, 28. August, starten. „Alle Verträge sind fertig und unterschriftsreif. Wir brauchen für das Volksfest einen Monat Vorlauf. Der wäre jetzt gegeben. Endgültig werden wir das im Rathaus mit dem neuen Bürgermeister entscheiden“, erklärt Gruber.

Waldkraiburg heuer ohne Volksfest und Stadtfest

Er könne sich durchaus vorstellen, dass Wirte und Schausteller auch mit einer reduzierten Variante des Mühldorfer Volkfestes – dann eben nur acht Tage – gut leben könnten: Eine Verschiebung des Volksfestes sei schwierig so Gruber, weil es dann zu Überschneidungen kommen könnte.

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Bis zuletzt hatte Waldkraiburgs Bürgermeister Robert Pötzsch gehofft, dass das Volksfest und das Stadtfest in diesem Jahr wie gewohnt stattfinden können. „Es war mit einer solchen Entscheidung zu rechnen und es macht auch Sinn“, sagt er.

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Dennoch empfindet er es als tragisch, dass es in Waldkraiburg heuer kein Volksfest und kein Stadtfest geben wird. Eine Entscheidung stand ohnehin an: „Als Deadline hatten wir uns das Ende der Osterferien gesetzt und wollten bis dahin abwarten, wie sich die Lage entwickelt“, sagt Pötzsch.

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