Viele Ehemalige wieder ins Boot geholt

Ehrung der Helfer beim Berchtesgadener Schneechaos: (von links) Sylvia Ruffing, Thomas Bauer, Werner Merkt, Robert Bark und Florian Seemann. Rath

Mühldorf. – Jahresauftakt des Technischen Hilfswerks Mühldorf: Die Versammlung eröffnete der stellvertretende Landrat Günther Knoblauch (SPD).

Angesichts der immensen Brände in Australien könne man sehen, wie wichtig Hilfsorganisationen mit gut ausgebildeten Helfern seien.

Robert Bark, Leiter der Fachgruppe Führung und Kommunikation, berichtete von fünf Schulungen im letzten Jahr, man hatte zusammen mit der Feuerwehr Mühldorf und dem Roten Kreuz im Berchtesgadener Land (BGL) geübt. Beim Schneechaos im Januar 2019 im Berchtesgadener Land habe man ebenfalls mitgeholfen, die Schneemassen zu bewältigen. Für ihr besonderes Engagement zeichnete der Ortsbeauftragte Florian Seemann drei THW-Mitglieder mit der Schneehelfernadel des Bayerischen Innenministeriums aus: Robert Bark, Thomas Bauer und Werner Merkt.

Die beiden Jugendwarte Dominik Baumgart und Tim Schmid erinnerten an das große THW-Jugend lager, an dem etwa 2000 Jugendliche teilnahmen.

In seinem Jahresrückblick sprach Florian Seemann über die allgemeinen Rahmenbedingungen der THW-Ortsgruppe. Erfreut zeigte sich Seemann darüber, dass es gelungen war, viele „alte Hasen“ zu reaktivieren, THW-Helfer, die pausiert hatten und nun wieder aktiviert wurden.

Mit finanzieller Hilfe des Fördervereins konnten einige Investitionen getätigt werden. Andreas Herrmann machte Angaben zum allgemeinen Dienstbetrieb: Bewährt hat sich die alle 14 Tage stattfindende Ausbildung. Die Ortsgruppe nahm an der „Sandsack Challenge“ teil, einer bayernweiten Werbeaktion des Technischen Hilfswerks: Sandsäcke mussten auf eine bestimmte Gewichtsmenge gefüllt werden, anschließend gab es ein Zielwerfen. Insgesamt, so Herrmann, leistete die Ortsgruppe bei 275 verschiedenen Veranstaltungen 19 464 Stunden Dienst.

Zu den Übungen zählte auch eine Katastrophenschutzübung vor Eröffnung der A 94 und eine Ölschutzübung im Bereich Gars. Es gab auch reale Einsätze: So half die THW-Ortsgruppe bei der Bergung eines Baggers aus dem Innkanal und beim Absturz eines Kleinflugzeuges im Landkreis Altötting mit.

Zu viel Bürokratiefür das Ehrenamt

Seemann bemängelte die zunehmende Bürokratie, die ihm als Ortsbeauftragten das Leben schwer mache. Bevor der Abend in den gemütlichen Teil überging, stellte Sylvia Ruffing, die Leiterin der THW-Regionalstelle fest, dass die Arbeit des Technischen Hilfswerks immer wichtiger werde: Im Zuge des Klimawandels häuften sich die Naturkatastrophen. hra

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