Viel Aufwand für eine Doppelgarage

Buchbach – Wenn der Amtsschimmel wiehert: Ein Bauherr hat 1989 den Bau einer Doppelgarage beantragt, was vom Landratsamt auch genehmigt wurde, da dieses Vorhaben von den Festsetzungen des Bebauungsplanes nicht abgedeckt war.

Der Bauherr hat nach vier Jahren keinen Verlängerungsantrag gestellt, sodass die Genehmigung erloschen ist. Bei einer Baukontrolle wurde dem Bauherren empfohlen, die Genehmigung wieder aufleben zu lassen und der Marktgemeinderat hat in der Juni-Sitzung zugestimmt. Im Landratsamt hat der zuständige Sachbearbeiter das Vorhaben als „verfahrensfreies Vorhaben“ eingestuft. Damit ist eine Genehmigung des Landratsamtes nicht mehr erforderlich und die Doppelgarage kann von der Marktgemeinde mit einer „isolierten Befreiung“ genehmigt werden. Damit landete die Doppelgarage in der Oktober-Sitzung erneut auf der Tagesordnung und der Marktgemeinderat stimmte der Genehmigung der Doppelgarage einstimmig zu. Dazu noch ein Nebenaspekt: Die erforderliche Nachbarunterschrift wurde nicht erteilt. In diesem speziellen Fall kann auf die Unterschrift aber verzichtet werden, da aufgrund der Prüfung durch das Landratsamt auch bei einem Klageverfahren nicht mit einer Aufhebung des Bescheides zu rechnen ist, führte Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) aus. hsc

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