SPD vertraut auf Angelika Kölbl

Mettenheim – Angelika Kölbl bleibt Unterbezirksvorsitzende der SPD.

Die designierte Kandidatin für den Posten des Landrats bei der kommenden Kommunalwahl – so wurde beim Unterbezirksparteitag am Mittwochabend im Gasthaus Kreuzerwirt deutlich – wurde von den 25 Wahlberechtigten mit 100-prozentigem Votum in ihrem Amt als Kreisvorsitzende bestätigt.

Den aktuellen Mitgliederstand im Landkreis bezifferte Kölbl mit 282 Personen, wobei sie sich besonders über ein Wiedererstarken der Jusos freute, was bei den Wahlen mit zwei stellvertretenden Vorsitzenden, der Schriftführerin und einem Beisitzer aus den Reihen der Jugendorganisation auch seinen Niederschlag fand.

In ihrem Rückblick erwähnte Kölbl die Gründung der Arbeitskreise 60+ und für Arbeitnehmerfragen in Waldkraiburg, die auch auf Kreisebene etabliert werden sollten, eine Mieterberatung in Waldkraiburg oder den im Kreistag gestellten Antrag auf einen Pflegestützpunkt.

Forderung: Stundentakt im ÖPNV

Handlungsfelder der Zukunft sah Kölbl im Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit Stundentakt in jede Kommune, in der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Mietenstopp“ und in der Klinikfusion, die sie betriebswirtschaftlich für richtig erachtet, bei der aber die Belange der Mitarbeiter nicht aus den Augen verloren werden dürften. Bezüglich der Ärzte- und Pflegesituation im Landkreis sah Kölbl steigenden Bedarf, ebenso bei der Digitalisierung, die die Lebenswelten der Menschen immer stärker vernetzen werde – auch hinsichtlich Behördenangelegenheiten – wobei man aber denjenigen, die die moderne Technik nicht nutzen bzw. nicht nutzen können, weiterhin Alternativen anbieten müsse.

Zum Thema „Umwelt und Klima“ sah Kölbl die Kommunen in der Abwägungspflicht hinsichtlich des Flächenverbrauchs, beispielsweise bei der Ausweisung von Gewerbegebieten, und in der Pflicht, diese Entscheidungsprozesse der Öffentlichkeit transparent darzustellen und die Öffentlichkeit daran zu beteiligen.

Für die Jusos hielt deren Sprecher Frank Mürkens Rückblick auf die Gründung der Arbeitsgemeinschaft am 15. Dezember 2017 und deren Entwicklung und Tätigkeitsbereich.

Schatzmeisterin Christa Rußwurm berichtete für das Jahr 2018 von Einnahmen von 10 178 Euro sowie Ausgaben von 10 715 Euro.

Der Kassenstand sei im Laufe des Jahres von 12 931 auf 12 394 Euro gesunken, aktuell betrage er 15 037 Euro. Revisor Manfred Römer bestätigte ausgezeichnete Kassenführung, woraufhin Kassier und Vorstandschaft einstimmig entlastet wurden. Richard Fischer zeigte sich unzufrieden mit der Darstellung der SPD in der Öffentlichkeit: „Das haben wir nicht verdient!“ Die Leistung der SPD-Mandatsträger werde nicht berücksichtigt und nicht hinterfragt.

Er erwähnte diesbezüglich den Antrag im Kreistag für einen Pflegestützpunkt, die Initiative für bezahlbaren Wohnraum, die Vorreiterrolle der SPD bei der Senkung der Kreisumlage und die Ausweisung von Radwegen auf Initiative von Günther Knoblauch. Mühldorfs Bürgermeisterin Marianne Zollne ergänzte hinsichtlich der Gründung des Hochschul-Zweckverbandes. Die Nominierungskonferenz der SPD zur Aufstellung des Landratskandidaten und der Kreistagsliste findet nach Auskunft Kölbls am 6. November um 19 Uhr im Restaurant Palermo statt.

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