In Mettenheim und Mühldorf

Verrückt nach Uniformen: 34-Jähriger bricht in Häuser ein und klaut wertvolle Gegenstände

Er wollte unbedingt Uniformen haben: Ein Mettenheimer brach bei einem Mühldorfer Bekannten ein und bekaute ihn. An der Beute hatte er nicht lange Freude.
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Er wollte unbedingt Uniformen haben: Ein Mettenheimer brach bei einem Mühldorfer Bekannten ein und bekaute ihn. An der Beute hatte er nicht lange Freude.
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Nicht lange konnte sich ein Mettenheimer an der Beute erfreuen, die er in Mühldorf und Mettenheim machte. Er war bei Bekannten und Nachbarn eingebrochen, um Uniformen, alte Taschenuhren, Münzen und Waffen zu klauen. Die Polizei kam ihm schnell auf die Schliche.

Mühldorf/Mettenheim – Es ist eine kuriose Geschichte: Zwei Männer lernen sich bei der Ausübung ihre Hobbys kennen, der eine besucht den anderen und ist von dessen Sammlung historischer und antiker Uniformen so begeistert, dass er sie auch haben will.

Eine Wagenladung voller Uniformen

Als der Hausbesitzer nicht da ist, bricht der Bekannte ein und schleppt eine Wagenladung voller Uniformen raus. „Das war wohl seine Leidenschaft, er wollte die für sich behalten und einige auch verkaufen“, sagt Polizist Mario Hopfenwieser über den Täter.

Der kommt allerdings nicht weit. Denn das Opfer hat einen Verdacht, wer der Täter sein könnte. Als die Polizei das Haus des mutmaßlichen Einbrechers, eines 34-jährigen Mettenheimers aufsucht, fallen ihr neben den Uniformen aus Mühldorf auch Waffen, Munition, Münzen, Gold, wertvolle Taschenuhren und Bargeld in die Hände.

Zum Einbrechen ins Nachbarhaus

Das stammt laut Hopfenwieser von einem zweiten Bruch, für den der 34-Jährige nur den kurzen Weg ins Nachbarhaus auf sich nehmen musste. Dort brach er laut Polizei mit ziemlicher Gewalt ein und hebelte einen Waffentresor aus der Wand.

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Der Hausbesitzer war laut Polizei zu diesem Zeitpunkt in einem Seniorenheim.

Trotz Waffenklaus keine Gewaltbereitschaft

Was den Täter zu den Einbrüchen bewegt hat, konnte auch Polizist Hopfenwieser nicht sagen.

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Fest steht: Bislang ist der 34-Jährige nicht als Einbrecher und Dieb aufgefallen. Obwohl unter den Beutestücken auch scharfe Waffen sind, glaubt die Polizei nicht, dass der Mettenheimer sie benutzen wollte: „Nein, gewaltbereit ist er nicht.“ Nach jetzigem Stand erhalten die Opfer ihre Sammlungen komplett zurück.

Ohne Führerschein zur Polizei

Den mutmaßlichen Einbrecher erwarten neben der Anklage wegen zweifachen Einbruchs und Diebstahls weitere Anzeige: Eine wegen Drogenbesitzes, eine wegen Urkundenfälschung, weil er Rezepte gefälscht hatte, eine wegen des Besitzes von Falschgelds und eine wegen Fahrens ohne Führerschein. Denn zu einem Termin bei der Polizei kam er im Auto, die dazugehörige Fahrerlaubnis besaß er aber nicht.

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