Vermeidung von komplizierten und verwirrende Regelungen

Die Kirche Maria Himmelfahrt ist das Wahrzeichen der kleinen Gemeinde Lohkirchen. Der Gemeinderat bereitet nun den Weg, damit die Kommune wachsen kann. Die Aufstellung des Bebauungsplanes „Ortsstraße-West“ beschäftigt den Gemeinderat in seinen jüngsten Sitzungen.
+
Die Kirche Maria Himmelfahrt ist das Wahrzeichen der kleinen Gemeinde Lohkirchen. Der Gemeinderat bereitet nun den Weg, damit die Kommune wachsen kann. Die Aufstellung des Bebauungsplanes „Ortsstraße-West“ beschäftigt den Gemeinderat in seinen jüngsten Sitzungen.

Bei der Aufstellung des Bebauungsplanes „Ortsstraße-West“ hat Gemeinderat Gerhard Obermaier praktische Änderungswünsche

Von Josef Enzinger

Lohkirchen – Die Aufstellung des Bebauungsplanes „Ortsstraße-West“ beschäftigte den Lohkirchener Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung. Das Gremium debattierte den Entwurf für die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.

Anpassung der Wandhöhen

Dabei handelte es sich aber um einen Vorentwurf, zumal das planende Büro Breinl unter anderem noch Festsetzungen bezüglich Schallschutz für die geplante Schreinerei einarbeiten muss. Auch muss noch geklärt werden, ob das Landratsamt Mühldorf Festsetzungsvorschläge übermittelt oder ob diese Festsetzungen durch einen Gutachter erstellt werden müssen, hieß es dazu in der Sitzung.

Gemeinderatsmitglied Gerhard Obermaier (UWG) schlug weitere Änderungen vor. Unter anderem, dass die zulässige mittlere Wandhöhe 3,50 Meter betragen sollte, er gab talseitig eine maximale Höhe von vier Metern an und forderte die Einhaltung der Wandhöhe von drei Metern ab Oberkante Fertigfußboden bei der Garage.

+++Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Stützmauern sollten nur im Bereich von Garagenzufahrten bis zu einer Höhe von einem halben Meter zulässig sein.

Abweichende Dachneigungen, die Zulässigkeit von Wandhöhen bis 6,5 Meter beziehungsweise von Zwerch- oder Standgiebel spielten bei den weiteren Überlegungen ebenfalls eine Rolle. Festgesetzte Bezugshöhen müssten geprüft beziehungsweise vermessen werden, da sie nur wenig Spielraum zulassen, hieß es dazu in der Sitzung.

Konkret ging er auf ein geplantes Wohnhaus im Westen des Baugebietes ein, auf „Parzelle 3“ wozu es bereits eine konkrete Planung gebe. Das geplante Wohnhaus hätte eine Grundfläche von 238 Quadratmeter. Zulässig wären aber nur 220 Quadratmeter.

Weg von der komplizierten und verwirrenden Regelung

Zwerch-/Standgiebel wären nur bei einer Wandhöhe bis 4,70 Meter und einer Gesamtbreite von insgesamt nur 4,50 Meter zulässig. Geplant ist jedoch eine Wandhöhe von 6,50 Meter und ein breiterer Zwerch-/Standgiebel, der auch ein Wandhöhe von 6,50 Meter hat. Die Lösung für das Problem: Damit die bestehenden Gebäude nach Bebauungsplan auch zulässig sind und um die geplante Bebauung auf besagter Parzelle im Westen des Baugebietes zu ermöglichen, schlug Gemeinderatsmitglied Gerhard Obermaier vor, von der komplizierten und verwirrenden Regelung mit verschiedenen Haustypen wegzugehen und stattdessen Gebäude mit symmetrischen Sattel-, Walm- und Krüppelwalmdächern bis zu 6,50 Meter Wandhöhe und bis zu 35 Grad Dachneigung zuzulassen.

Entscheidung vertagt

Außerdem fand er: Zwerch-/Standgiebel sollten bis zu einer Breite von 50 Prozent der Hauslänge und einer Wandhöhe von 6,50 Meter zulässig sein und aus der traufseitigen Außenwand maximal zwei Meter hervortreten dürfen. Die zulässige Grundfläche für das geplante Wohnhaus auf „Parzelle 3“ sollte nach Ansicht Obermaiers von 220 auf 240 Quadratmeter erhöht werden.

Um eine unnötige Generierung von Vermessungskosten zu vermeiden sollte auf einer weiteren Parzelle Nr. auf die Verwendung von Bezugskoten verzichtet werden und stattdessen die Wandhöhe vom natürlichen Gelände aus gemessen werden. Und dann ist dem Gemeinderat noch bei der Durchsicht der textlichen Festsetzungen aufgefallen, dass pro Bauparzelle nur ein Nebengebäude bis zwölf Quadratmeter Grundfläche zulässig wäre. Auf einer Parzelle befinde sich jedoch bereits ein Gartenhäuschen mit 14,5 Quadratmeter Grundfläche. Deswegen die Forderung, dass Nebengebäude grundsätzlich bis zu einer Grundfläche von 15 Quadratmeter zulässig sein sollten. Der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen Georg Obermaier führte aus, dass im Bebauungsplan noch Festsetzungen fehlen bezüglich Schallschutz für die geplante Schreinerei auf Parzelle 3.

Aufgrund der Komplexität der Änderungen wurde die Entscheidung in die nächste Sitzung vertagt.

Kommentare