Verein soll Buchbacher „Falken“ wieder flott machen

Verwaist ist das Gasthaus zum Falken derzeit. Miteinander soll nach einer Lösung gesucht werden, das Gasthaus als Treffpunkt für Vereine, Stammtische und Ähnliches wieder zum Leben zu erwecken.
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Verwaist ist das Gasthaus zum Falken derzeit. Miteinander soll nach einer Lösung gesucht werden, das Gasthaus als Treffpunkt für Vereine, Stammtische und Ähnliches wieder zum Leben zu erwecken.

Schafft es die Marktgemeinde, mitten auf dem Marktplatz ein Kommunaktionszentrum zu schaffen? Einen Treffpunkt für Stammtische, Vereine und Organisationen und möglicherweise sogar eine Art Jugendzentrum. Nach der Schließung des Gasthaus zum Falken gibt es so einen Treffpunkt nämlich nicht mehr.

Buchbach – Wenn das gesellschaftliche Leben nach der Coronakrise aber wieder erwacht, ist so etwas in der Marktgemeinde sicher gefragt.

Es gibt keinen Treffpunkt mehr

Zum Ende des vergangenen Jahres mussten die Pächter des Gasthauses zum Falken aus gesundheitlichen den Betrieb der Gaststätte einstellen. Der Falkenwirt beherbergte eine große Anzahl von Vereinen und Stammtischen. Sie alle haben damit ihre Heimat verloren. Mit der Schließung des Gasthaus zum Falken gibt es kein bayerisches Wirtshaus mehr in Buchbach, nur noch ein Hotel mit Restaurant, eine Pizzeria, einen Asia-Imbiss und Döner-Laden und Vereinsheime, die nur begrenzt geöffnet sind.

Außerhalb des Marktes gibt es Wirtshäuser in Kastenberg, Sterneck, Ranoldsberg und Engolding. Für die Buchbacher sind allerdings die Wege dorthin für Schießabende, Stammtische und Treffen zu weit und fußläufig nur schwer erreichbar.

Da auch kein Nachfolger gefunden werden konnte, der das Gasthaus betreibt, übernahm übergangsweise die Krieger- und Reservistenkameradschaft Buchbach bis Ende April den Betrieb der Gaststätte, mussten diesen aber wegen der Corona-Beschränkungen bereits Mitte März frühzeitig wieder einstellen.

Das Fehlen eines zentralen Treff- und Versammlungspunktes rief auch den Marktgemeinderat auf den Plan. Zum weiteren Erhalt der Gaststätte im Ortskern wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, bestehend aus Mitgliedern des Marktgemeinderates und Vereinsvorständen.

Trägerverein als Lösung des Problems

Unter der Federführung des Marktes Buchbach beschäftigte sich diese Gruppe seither intensiv mit der Thematik und arbeitet seither daran, eine Lösung für den Erhalt des Traditionswirtshauses in Buchbach zu finden. Schon früh kam die Gründung eines Trägervereins zur Sprache, auch, weil der Marktgemeinderat sich nicht in der Lage sah, in irgendeiner Weise als Betreiber des Gasthauses aufzutreten.

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Nachdem aber bislang kein neuer Pächter für die Gaststätte gefunden werden konnte, hat der Eigentümer des Gebäudes sein grundsätzliches Interesse an einer Lösung mit einem Trägerverein bekundet. Das war ein Ergebnis eines Gespräches, das der Arbeitskreis mit dem Eigentümer geführt hat, wie Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) am Ende der Juni-Sitzung des Marktgemeinderates bekanntgab. Aktuelles Ziel ist es daher, so bald wie möglich einen Trägerverein (Förderverein) ins Leben zu rufen, auf dessen Basis man weiter verhandeln und planen kann. Dabei geht es auch darum, eine passende Betriebsform zu finden, wie man das Gasthaus mit Leben füllen kann und was mit der bestehenden Ausstattung passieren soll.

Gemeinsam den Falkenwirt erhalten

Auf den ersten Blick scheint es etwas ungewöhnlich, das Wirtshaus als Verein zu erhalten. Dennoch sprechen viele Punkte dafür, listet Bürgermeister Einwang auf: Die Vereinsmitglieder bleiben im Gespräch, gestalten das Gasthaus miteinander und füreinander, durch Vereinsbeiträge kann eine gewisse finanzielle Basis geschaffen werden und Mitglieder springen vielleicht auch einmal ehrenamtlich ein, wenn es irgendwo brennt.

„Es wäre sehr erfreulich, wenn wir es gemeinsam schaffen würden, den Falken wieder als Dorfwirtschaft zum Leben zu erwecken“, meint Einwang.

Untrennbar mit der Gründung eines Fördervereins ist die Suche nach einer geeigneten Vorstandsmannschaft verknüpft. Hier appelliert Bürgermeister Einwang an alle Buchbacher: „Wer hat Interesse, mitzuhelfen den Falken zu erhalten? Schreiben Sie einfach eine kurze Mail an rathaus@buchbach.de mit dem Betreff „Gasthaus zum Falken“ oder melden Sie sich telefonisch unter 0 80 86/9 30 70“.

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