AUS DEM GEMEINDERAT

Unter dem Eindruck des Unwetters

Nach dem starken Unwetter vom 11. Juli bewiesen die Bürger aus Rattenkirchen ihre Hilfsbereitschaften und packten gemeinsam beim Aufräumen mit an. krl
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Nach dem starken Unwetter vom 11. Juli bewiesen die Bürger aus Rattenkirchen ihre Hilfsbereitschaften und packten gemeinsam beim Aufräumen mit an. krl

Bürgermeister Rainer Grailmeier nutzte die jüngste Sitzung des Gemeinderats, um seinen Dank an alle Bürger zu richten. Diese hatten bei dem starken Unwetter Anfang Juli ihre große Hilfsbereitschaft demonstriert.

Rattenkirchen – Die Julisitzung des Gemeinderates stand ganz unter dem Eindruck des vor über zwei Wochen auf Rattenkirchen niedergegangenen Jahrhundertregens, in dessen Folge eine Rattenkirchener Bürgerin zu Tode kam. Dabei drückte Bürgermeister Rainer Greilmeier den Angehörigen des Opfers nochmals sein persönliches Mitgefühl und das der gesamten Gemeinde Rattenkirchen aus.

Beim Unwetter am 11. Juli gab es neben der menschlichen Tragödie von Kehrham auch Schäden an privaten und öffentlichen Grundstücken. Viele Straßenentwässerungsgräben wurden mit Kies und Schlamm gefüllt, Straßenbankette ausgespült. Im Ort Rattenkirchen lagen von der Einfahrt Lanzinger Feld bis zur Dorfstraße Schlamm und Kies auf der Straße, von der Baustelle Klebinger Feld wurde enorm viel Straßenkies die Wirtsbergstraße hinunter geschwemmt.

Die Gemeindestraßen in Ramering, Empling, Hofstetten und von Haun nach Weidenbach auf der Höhe der Unterführung B12 waren von einer mehrere Zentimeter dicken Schlamm- und Geröllschicht überzogen, der Feldweg südlich von Haßberg wurde bis zu einer Tiefe von 50 Zentimeter ausgespült. Noch Schlimmeres verhinderten die hinter dem Alten Pfarrhof liegenden Rückhaltebecken, da sie ersten Regenmengen aufnahmen.

Durch die große Regenmasse liefen jedoch alle Becken über. Die Feuerwehr sowie viele hilfsbereite Bürger haben vor Ort Hand angelegt, um noch größere Schäden zu vermeiden. Am Kindergarten wurde das bedrohlich herabschießende Wasser von einem Landwirt abgepumpt. Landwirte mit Frontladern und Bürger mit Schaufeln reinigten die Straßen, vom Bauhof wurden parallel dazu die ersten Schäden behoben.

Aufräumarbeiten nach dem Unwetter

Bürgermeister Rainer Greilmeier bedankte sich im Namen der Gemeinde bei allen Bürgern, bei der Freiwilligen Feuerwehr und beim Bauhof für die hohe Hilfsbereitschaft und den vorbildlichen Gemeinschaftssinn. Er wies darauf hin, dass in den nächsten Wochen enorm viel Arbeit für den Bauhof anfallen wird, bis alle Straßen und Entwässerungseinrichtungen wieder in Ordnung gebracht sind. Die Rückhaltebecken sind teilweise mit Schlamm gefüllt und müssen ausgebaggert werden. Im Gemeinderat gilt es nun aufgrund der Schäden zu beraten, ob und welche Möglichkeiten es zur Schadensreduzierung bei solchen Starkregenereignissen gibt.

Der Gemeinderat beschloss die dritte Änderung des Bebauungsplanes Nr. 2 „Ringstraße und nördliche Hochstraße“. Es ist beabsichtigt, für den Bereich von Geländeauffüllungen genauere Festsetzungen in den Bebauungsplan einzuarbeiten.

Außerdem sollen weitere Festsetzungen überarbeitet werden. Die Verwaltung wird beauftragt, die dritte Änderung im vereinfachten Verfahren durchzuführen, das heißt von der Umweltprüfung wird abgesehen. In einem weiteren Beschluss beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung mit einer Umplanung der Grundstückszuschnitte sowie einer Änderung der Erschließung für das Baugebiet „Haun-West“.

Die überörtliche Prüfung der Jahresrechnungen 2011 bis 2014 und die Kassenprüfung ergaben, dass die Anlage zur Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und anderen Leistungen der Feuerwehr entsprechend dem Prüfungsvermerk aktualisiert wird. Der Gemeinderat nahm davon Kenntnis und beauftragte die Verwaltung mit der Aktualisierung der Satzung. Die überörtliche Prüfung 2011 bis 2014 gilt damit als abgeschlossen.

Bürgermeister Rainer Greil meier gab einen Überblick über den derzeitigen Stand der Erschließung im Neubaugebiet „Klebinger Feld“. Der Abwasser- und Regenwasserkanal ist inklusive der Hausanschlüsse eingebaut. Nun wurde mit den Trinkwasserleitungen und der Stromversorgung begonnen. Bedingt durch das schlechte Wetter sind die Bauarbeiten ein bis zwei Wochen hinter dem Terminplan.

Zum Sachstand Asphaltierung Ziegelsham bis Pietsham (Kanalbau) informierte Bürgermeister Rainer Greilmeier folgendes: Im Bereich der ausgeführten Deckschicht wurden Bohrkerne gezogen und von einem unabhängigen Asphalt-Institut geprüft. Ergebnis: der Hohlraumgehalt war bei allen sechs Proben zu hoch. Deshalb findet eine Besprechung mit der ausführenden Firma und dem Ingenieur-Büro statt.

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