KINDER JUBELN ÜBER SCHNEE

Ungetrübter Rodlspaß in Engelsberg: Bislang keine Probleme mit zu großem Andrang

Bahn frei: Miriam Absmeier saust auf ihrem „Hurrican-Teller“ den „Dobl“ in Engelsberg hinunter. Dort gibt es bislang wenig Problem mit dem Andrang, auch wenn es manchal etwas voller ist.
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Bahn frei: Miriam Absmeier saust auf ihrem „Hurrican-Teller“ den „Dobl“ in Engelsberg hinunter. Dort gibt es bislang wenig Problem mit dem Andrang, auch wenn es manchal etwas voller ist.

Immer wieder geraten derzeit Schlittenberge in die Corona-Diskussion: Zu viele Kinder, zu wenig Abstand. Auch in Engelsberg ist der „Dobl“ sehr beliebt. So schätzen Eltern und Bürgermeister den Winterspaß derzeit ein.

Engelsberg – Viel los ist derzeit am Engelsberger Schlittenberg „Dobl“. Es liegt aussreichend Schnee, die Schlittenpiste ist gut eingefahren. Kinder und Väter haben eine Sprungschanze errichtet, für kleinere Kinder gibt es eine flachere Piste.

Die neunjährige Miriam Absmeier erzählt, dass sie jeden Tag hier an den „Dobl“ zum Schlittenfahren komme, ihr „Hurrican-Teller“ gehe „echt voll ab“. Dabei sieht die Neunjähjrige den heimischen Hügel nicht nur als Corona-Ersatz für längere Rodlpisten. „Nein, wieso, hier ist es doch schön!“, sagt sie, schnappt ihr Rodlgerät und läuft wieder den Hang hinauf.

Bürgermeister hat keine Bedenken

In den letzten Wochen sind viele Rodlberge in der Region in die Schlagzeilen geraten, weil auf ihnen Hochbetrieb herrschte, den zeitweise sogar die Polizei unterband. Engelsbergs Bürgermeister Martin Lackner will sich zum Treiben auf dem „Dobl“ eigentlich gar nicht äußern und sagt nur dass er nichts von „Ausschweifungen“ gehört habe. „Ich bin der Meinung, dass jeder die derzeitigen Regeln kennt und im Grunde selbst entscheiden sollte, wie er sich verhält.“

Bild 2: Am Doblberg, dem Engelsberger Schlittenberg ist was los, aber auch nicht überlaufen, wie es in einigen Gebieten der Fall ist oder war.

Manchmal herrscht reger Betrieb

Sandra Huber ist mit ihren Kindern Alina und Zoe und diesmal auch mit ihrem Mann Klaus hier. Wenn Schnee liegt, erzählt sie, sind wir eigentlich immer hier, das muss man schon ausnutzen. Ob sie lieber in die Berge zum Schlittenfahren fahren würde und nur wegen Corona hier sei? Nein, sagt sie, hier geht es ja auch und das Vergnügen liege direkt vor der Haustür. „Ein Glühweinstand hier herunten, das wär’s“, sagt sie, „aber man kann nicht alles haben und den gibt’s auch nicht, wenn nicht Corona ist.

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Huber sagt aber auch, dass es manchmal voll werde. So hätten am Sonntag sechs Autos mit Altöttinger Nummerschild dort geparkt, wundert sie sich.

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