Ungenannt – doch nie vergessen

Freuen sich über den Gedenkstein für anonyme Bestattungen: Pfarrer Michael Seifert, Bürgermeisterin Petra Jackl und Monika Oberbacher vom Pfarrgemeinderat.
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Freuen sich über den Gedenkstein für anonyme Bestattungen: Pfarrer Michael Seifert, Bürgermeisterin Petra Jackl und Monika Oberbacher vom Pfarrgemeinderat.

Kraiburg – „Es ist ein Gemeinschaftswerk von Pfarrei und Gemeinde entstanden“, stellte Monika Oberbacher vom Pfarrgemeinderat heraus.

„Der Dank gilt auch unserem Altbürgermeister Dr. Herbert Heiml für seinen Einsatz, dass diese Stele nun hier steht und den Raum für die anonymen Bestattungen entlang der Friedhofsmauer kennzeichnet“, so Oberbacher.

Schon öfter kam die Nachfrage aus der Bevölkerung, ob und wann es in Kraiburg die Möglichkeit zu einer anonymen Bestattung gäbe.

Auch Pfarrer Michael Seifert sah es als wichtig an, dass nun ein Zeichen gesetzt wurde für Menschen, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. „Schon seit mehreren Jahren gibt es hier anonyme Urnenbestattungen. Der Pfarrei war es ein Anliegen, dafür ein sichtbares Zeichen zu setzen. Denn erinnern ist wichtig – auch ohne Namen“.

Bürgermeisterin Petra Jackl freute sich ebenso über den Gedenkstein, der von einem Steinmetz im Landkreis gefertigt wurde. Die Gesamtkosten von rund 1500 Euro teilen sich die Gemeinde, die die Kosten für den Stein übernimmt und die Pfarrei, die für dessen Gestaltung aufkommt. Der Platz wird noch bepflanzt und die offizielle Segnung der Stele findet eventuell an Allerheiligen statt.

„Wir sind daran, dass hier im Friedhof noch mehr Wege befestigt werden, um damit behindertengerechter zu werden. Immer mehr Gräber werden aufgelöst und die Urnenbestattungen vermehren sich. So werden wir die Urnenwand erweitern und auch Urnenkreise wurden angelegt“, gab die Bürgermeisterin zudem bekannt. bac

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