Gemeinden testen Elektro-Auto

Umweltschonend mobil sein: Ampfinger Bilanz zu Car-Sharing-Projekt fällt positiv aus

Das Sharingfahrzeug der Gemeinde Ampfing steht zur Nutzung bereit: Josef Grundner, Bürgermeister der Gemeinde Ampfing (vorne), Thomas Nicklbauer, MÜMO-Ansprechpartner der Gemeinde Ampfing (links), Georg Beyschlag, Vorstand landmobile(hinten links) und Matthias Trenkler, Projektleitung landmobile.
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Das Sharingfahrzeug der Gemeinde Ampfing steht zur Nutzung bereit: Josef Grundner, Bürgermeister der Gemeinde Ampfing (vorne), Thomas Nicklbauer, MÜMO-Ansprechpartner der Gemeinde Ampfing (links), Georg Beyschlag, Vorstand landmobile(hinten links) und Matthias Trenkler, Projektleitung landmobile.
  • Rita Stettner
    vonRita Stettner
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Ein Anstoß für eine dauerhafte Mobilitätswende: Über mehrere Wochen hinweg haben sieben Gemeinden im Landkreis ein Elektroauto auf Herz und Nieren geprüft. Die Bilanz zu dem Car-Sharing-Projekt fällt in Ampfing positiv aus.

Ampfing – „Traut euch einfach und probiert es selber aus“ – so lautet das Fazit von Renate Perzlmaier. „Mümo“-Testfahrerin in der Gemeinde Ampfing. Ampfing ist neben Buchbach, Haag, Neumarkt St. Veit, Oberbergkirchen, Schönberg und Schwindegg eine der Gemeinden, die vor kurzem mit einem E-Car Sharing Projekt gestartet sind.

„Weil Gemeinderat, Verwaltung und mich das Konzept überzeugte. Insbesondere der Beitrag zum Klima- und Umweltschutz spornte uns an“, beschreibt Ampfings Bürgermeister Josef Grundner die Motivation, sich als Kommune am „Mümo“-Projekt des Landkreises zu beteiligen.

Ausweitung ist geplant

„Mümo“ steht für „Mühldorf Mobil“. Unter dem Motto „Einfach unterwegs“ geht es darum, die Mobilitätsangebote im ländlichen Raum zu verbessern. Das Car-Sharing-Projekt machte den Anfang. Eine Ausweitung auf weitere Kommunen sowie zusätzliche Angebote wie E-Bikes oder Roller sind geplant. Gefördert wird das Projekt von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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Der Landkreis übernimmt 50 Prozent des verbleibenden Eigenanteils nach Abzug der Förderung. Für Landrat Max Heimerl eine vernünftige Investition in ein intelligentes, klimafreundliches Konzept für die Mobilität der Zukunft: „Die Fahrzeuge sind eine umweltschonende, kostengünstige Alternative zum eigenen Auto und ein wichtiger Baustein für mehr Mobilität in der Fläche.“

In der Gemeinde Ampfing ist das Projekt bisher sehr gut angelaufen. Die Erfahrungsberichte sind durchwegs positiv. „Es war für mich das erste Mal, mit einem E-Auto und noch dazu Automatik zu fahren. Aber das war überhaupt kein Problem. Nach einer tollen Einweisung machte es einfach nur Spaß, mit diesem Auto zu fahren“, erzählt Renate Perzlmaier über ihre E-Auto Premiere.

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Testfahrer Hans-Christian Juchems ist über Facebook auf „Mümo“ gestoßen. Der Praxistest überzeugte auch ihn. „Die Spritztour mit dem flotten Kleinwagen hat Spaß gemacht. Auch das „Tanken“ beim Bayernwerk in Ampfing verlief ohne Probleme.“ Nur müsse fürs Laden mehr Zeit eingeplant werden als beim Tanken. „Vom Preis her ist es sicher eine super Alternative für Führerscheinbesitzer ohne eigenes Auto und auch ökologisch bestimmt sinnvoll. Gerne wieder!“

Auch E-Bikes ins Angebot aufnehmen

Ziel also erreicht. Schließlich möchte die Gemeinde Ampfing ihren Bürgern eine zusätzliche, umweltschonende Mobilitätsvariante anbieten. Vorerst wird es laut Bürgermeister Josef Grundner bei einem Elektroauto bleiben. „Wenn das vorhandene Fahrzeug entsprechend oft gebucht wird, sind wir gerne bereit, ein weiteres Fahrzeug zu ordern. Aktuell werden wir noch E-Bikes und vielleicht ein E-Lastenrad hinzunehmen.“

Seine Ampfinger Bürger möchte er motivieren, es einfach auszuprobieren. „Sie werden sehen, wie einfach eine Buchung und eine Nutzung des Fahrzeugs ist.“ Informationen zum Projekt und zur Registrierung gibt es unter www.muemo.bayern.

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