Ein überraschendes Ergebnis

Mit der Wahl von Maximilian Heimerl zum Landrat im Landkreis Mühldorf haben nur wenige gerechnet - AfD_Kandidat bleibt weit hinter den Erwartungen zuück

Die Landratswahl im Landkreis Mühldorf hat für einige Überraschungen gesorgt. Nur wenige hatten darauf gewettet, dass Maximilian Heimerl im ersten Wahlgang zum Landrat gewählt werden würde. Fast alle gingen von einer Stichwahl aus.

Bei sechs Kandidaten eine logische Überlegung. Max Heimerl und der CSU-Kreisverband sind für ihren engagierten, sachlichen und bürgernahen Wahlkampf belohnt worden. Max Heimerl war von Haag bis Polling präsent. Die Ergebnisse zeigen, dass dieser Einsatz von den Wählerinnen und Wählern gewürdigt wurde. Auch inhaltlich hat Max Heimerl auf die Zukunftsthemen gesetzt.

Die UWG/WGW war angetreten, die CSU ins Fegefeuer zu stürzen, mehr als ein kleines Lagerfeuer ist es aber nicht geworden. Ihr Kandidat Ulli Maier war im Landkreis nicht präsent genug, um einen Umschwung herbeizuführen. Mit den Wählern aus Waldkraiburg und Aschau allein ist im Landkreis keine Wahl zu gewinnen.

Das Ergebnis der SPD bei dieser Landratswahl ist nur noch erschütternd. Der Weg zur Splitterpartei scheint unaufhaltsam. Und auch die Bäume der Grünen sind nicht in den Himmel gewachsen. Mit Cathrin Henke haben die Grünen ihr bestes Pferd im Stall präsentiert. Sie konnte ihr Ergebnis weiter verbessern.

Eine klare Abfuhr haben die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Mühldorf der AfD erteilt. Mit 8,8 Prozent blieb Martin Wieser deutlich unter der Zehn-Prozent-Hürde. Dafür werden jetzt wieder finstere Mächte, die Medien und andre obskure Gestalten verantwortlich gemacht werden. Dass das inhaltliche und personelle Angebot der AfD mehr als bescheiden war, dürfte für diesen Denkzettel im Landkreis Mühldorf verantwortlich gewesen sein.

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