Über die Rampe in die Bücherei: Gemeinde Aschau gestaltet Zugang barrierefrei

Die Stufen zur Bücherei sind für Nitzan Malka kein Hindernis mehr. Über eine Rampe kommt er mit seinem Rollstuhl hoch. Bürgermeister Christian Weyrich freut sich, dass eine Komplettlösung gefunden worden ist.
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Die Stufen zur Bücherei sind für Nitzan Malka kein Hindernis mehr. Über eine Rampe kommt er mit seinem Rollstuhl hoch. Bürgermeister Christian Weyrich freut sich, dass eine Komplettlösung gefunden worden ist.

Aschau – Mit den Kindern ein Buch in der Bücherei ausleihen – für Nitzan Malka war das lange Zeit ein Ding der Unmöglichkeit.

Denn die Stufen zum Eingang waren für ihn ein unüberwindbares Hindernis. Das gehört der Vergangenheit an: Sobald die Bücherei nach dem Lockdown wieder geöffnet hat, kann er selbst im Rollstuhl seine Kinder dorthin begleiten.

„Wir haben lange im Gemeinderat nach einer Lösung gesucht“, sagt Bürgermeister Christian Weyrich. Einige Pläne wurden verworfen, bis sich das Gremium für die Komplettlösung entschieden hat. Seit Kurzem führt ums Eck am Gebäude entlang eine barrierefreie Rampe. Mit einem maximalen Gefälle von sechs Prozent, Handlauf und einem Podest erfüllt die Rampe alle Anforderungen. Sie ist künftig nicht nur eine Erleichterung für Rollstuhlfahrer, sondern auch für Eltern mit Kinderwagen und Senioren.

Im Zuge der Baumaßnahme hat die Gemeinde Hand angelegt am Vorplatz bei der Bücherei: Die beiden Behindertenparkplätze wurden an die Rückseite der Schule verlegt und entsprechend gepflastert, eine faule Birke wurde durch einen Ahornbaum ersetzt und das Beet vor der Bücherei wurde neu bepflanzt. Die Kosten für die barrierefreie Rampe inklusive aller zusätzlichen Arbeiten belaufen sich auf 10 000 Euro.

Jetzt muss nur noch die Bücherei wieder öffnen, dann kann auch Nitzan Malka regelmäßig mit seinen Kindern in die Bücherei gehen. hi

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