ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN DEM FREISTAAT BAYERN UND DER REGION FRIAUL-JULISCH VENETIEN

Triest ist der natürliche Hafen

Bei der ersten Arbeitstagungvon links: Zenit D’Agostino, Chef Hafenbehörden Triest, Staatsminister Dr. Marcel Huber, Debora Serracchiani, Präsidentin Region Friaul-Julisch Venetien und Staatsministerin Dr. Beate Merk. re
+
Bei der ersten Arbeitstagungvon links: Zenit D’Agostino, Chef Hafenbehörden Triest, Staatsminister Dr. Marcel Huber, Debora Serracchiani, Präsidentin Region Friaul-Julisch Venetien und Staatsministerin Dr. Beate Merk. re

Die Bayerische Staatsregierung und die Regierung der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien haben eine enge Zusammenarbeit beschlossen. Ziel ist es die Anbindung an den Hafen zu Triest zu verbessern. Staatsminister Dr. Marcel Huber ist eine der treibenden Kräfte dieser Zusammenarbeit. Der Ausbau der ABS 38 ist dabei ein zentraler Punkt.

München/Mühldorf – Die erste Veranstaltung der gemeinsamen Arbeitsgruppe zwischen Bayern und Friaul hat gezeigt, welch großes Interesse Bayern an einer starken Zusammenarbeit und Optimierung der Verbindung hat. Bei einer Reise von Ministerpräsident Horst Seehofer und Staatsminister Huber im Mai dieses Jahres wurde die Zusammenarbeit bereits zwischen Bayern und Friaul- Julisch Venetien in einer Vereinbarung besiegelt.

Die darin vereinbarte Arbeitsgruppe hat gestern zum ersten Mal getagt. Beide Seiten haben eine Verstärkung ihrer Kooperation in den Bereichen Verkehr und Verkehrsanbindung, EU-Alpenraumstrategie, Wirtschaft und Cluster sowie in der beruflichen Bildung und in der Landwirtschaft vereinbart. Dr. Marcel Huber: „Italien und Bayern sind sich einig: Triest ist der natürliche Hafen Bayerns. Oberstes Ziel muss sein, die Vorzüge zu nutzen und die Verbindung zwischen Italien und Bayern zu optimieren. Der leistungsfähige Hafen in Triest ist höchst günstig gelegen. Es macht für Bayern keinen Sinn, die momentan gängigen Umwege aufrecht zu erhalten. Derzeit wird noch der weit größte Teil der Waren in die Türkei, den arabischen Raum oder nach Asien vom Containerumschlagplatz München über Hamburg oder Rotterdam verschifft. Wir brauchen den direkten Weg und der führt innerhalb eines halben Tages von Südbayern ans italienische Meer. Aber Triest ist nicht nur schneller erreichbar - von dort sind bayerische Produkte auch rund fünf Tage schneller in Fernost als von den Nordseehäfen aus. Die Zeitersparnis durch die kurzen Transportwege, der geringere Aufwand und der Umweltaspekt sind entscheidende Vorteile. Hiervon kann besonders die bayerische Wirtschaft in Südostbayern maßgeblich profitieren.“

Mit der italienischen Region Friaul-Julisch-Venetien hat Bayern einen starken Verbündeten. Bei einer Reise mit Ministerpräsident Horst Seehofer im Mai dieses Jahres haben wir vor Ort unsere Zusammenarbeit besiegelt.

„An diese Grundlage knüpfen jetzt weitere Aktionen und Gespräche an. Die Stärkung der Verbindung zum Hafen in Triest wird von beiden Seiten mit großem Engagement und ernsthaft betrieben. In Italien laufen die Investitionen auf Hochtouren. Jetzt muss Bayern nachziehen. Dazu gehören zwei klare Ziele: Erstens müssen wir bürokratische Hürden beim Zoll abbauen und einen Zollkorridor schaffen, der die Handelswege erleichtert. Hierfür wird sich Bayern entschieden beim Bund einsetzen. Zweitens brauchen wir eine voll funktionsfähige Bahnstrecke. Hier stehen besonders die Elektrifizierung, der zweigleisige Ausbau und die Geschwindigkeitserhöhung auf der Strecke München - Mühldorf - Freilassing - Salzburg (ABS 38) sowie generell der Ausbau der Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN) im Fokus. Bayern arbeitet mit Nachdruck daran, dass diese Strecken optimiert werden. Eine Stärkung der Handelswege von Bayern nach Triest sind für uns von herausragender Bedeutung, stellte Dr. Marcel Huber heraus.

Kommentare