Treibhausgase der Deponie Schachenwald verringern

Der Landkreis Mühldorfinvestiert im Schachenwald in den Klimaschutz. Bauer

Mühldor. f – Einstimmig hat der Ausschuss für Nahverkehr, Natur und Tourismus und der Kreistag in ihren letzten Sitzungen Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen aus Siedlungsabfalldeponien auf der Altdeponie Schachenwald beschlossen.

Die Gesamtkosten dieser Maßnahmen belaufen sich auf 318 000 Euro, der Eigenanteil des Landkreises Mühldorf beträgt 159 000 Euro.

Als Träger und Betreiber der ehemaligen Deponie Schachenwald liegt es in der Verantwortung des Landkreises Mühldorf, die von der Deponie ausgehenden Treibhausgasemissionen zu vermindern.

Bei diesen Maßnahmen wird der Landkreis gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Gefördert werden alle Klimaschutzmaßnahmen bis zu 50 Prozent.

Durch organischen Abbau in Altdeponien entsteht Methangas, das kontrolliert aufgefangen werden muss, da Methangas noch klimaschädlicher ist als CO2. Methangas ist in seiner Wirkung rund 25-mal stärker als Kohlendioxid. Im Lauf der Jahre verändert sich die auftretende Menge und so muss eine technische Anpassung erfolgen.

Die geförderten Maßnahmen sehen dabei vor, dass im ersten Schritt eine Potenzialstudie durchgeführt wird. Diese Studie soll zeigen, zugeschnitten auf die standortspezifischen Gegebenheiten, wie technisch und wirtschaftlich machbare Wege zur Minimierung klimaschädlicher Methanemissionen aussehen können. Dazu waren auf der Deponie Schachenwald Kamara-TV-Befahrungen von 20 Gasbrunnen und Gasabsaugversuche notwendig.

Die Kosten für die Erstellung der Potenzialstufe beliefen sich auf rund 20 000 Euro und wurden mit 50 Prozent gefördert. Die Studie wurde im Zeitraum von Juni 2018 bis Juni 2019 erstellt.

Aufgrund der Ergebnisse konnte der Landkreis in der Altdeponie Schachenwald die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Es wurde der Austausch der Klappenschieber in den Regelstationen, die Sanierung der Probenahmeventile an den Gasbrunnen, die Wiederherstellung des freien Gefälles und die Installation einer Gasbehandlungsanlage vorgenommen.

Alle diese durchgeführten Maßnahmen im Schachenwald verursachten Kosten in Höhe von rund 318 000 Euro. Durch die Förderung von 50 Prozent verbleiben für den Landkreis Eigenmittel in Höhe von rund 159 000 Euro, die im Haushalt 2020 zu berücksichtigen sind.

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