Tradition trifft Moderne

Im oiden Bräustüberl da Turmbrauerei in Muidorf is wieda Lem eikehrd, seid da Sterr Rudl da sei Weißbier vakafft.

Früha war des Bräustüberl a unda Postamt 3 a Begriff. Im Bräustüberl schauts imma no so aus, ois wias vor 100 Jahr gwesen is. Des modernste derfad da Kühlschrank sei, der 1900 no ned im Gwölb gwen sei werd.

Im ehemaligen Postamt 3 konnsd da a Weißbier hoin, und des Gschäfd geht ned schlecht. Des Lokal konn se sogor an Oba leistn, und der macht scho was her, wenn er mid sein Paulaner Spoiler de Gäste bedient.

Do is de letzt Woch a junga Mo ins Bräustüberl kemma und hod an Kastn Weißbier valangt. Der is a kemma, und dann is haarig worn. Da junge Mo woid den Kastn Weißbier mid da Kartn zoin. „Guada Mo, schau de um, siehgsd Du da a Maschin für dei Kartn. So a neumodisch Glump gibds bei uns ned“, hod da Oba gsagd.

Da war a baff und hod gschaud wia a Schweibal wenns blitzt, „Ja, was mach ma dann?“, hod a gfragd. „Entweda Du lasst den Kastn do, oda Du hast a Goid“, stoid da Oba fest. Er hod no sinnierd, wia er zu dem Kastn kimmd, ohne Goid. Da dienstbare Bräustüberl-Geist hod a Idee ghabd: „Du gehsd iatz zua Bank fire und hoisd da a Goid, und dann kriagsd den Kastn und ois passt.“ Der hod zampackd und is furt. Nach fünf Minuten war a wieda do und hod a Goid dabei. Er zoid und nimmd den Kastn mid. A bissal wos gehd imma, des hams im Postamt 3 scho damois gwussd.

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