Töginger Bauausschusses macht Weg für moderne Wohnhäuser frei

In einem Vorbescheid stimmte der Töginger Bauausschuss einstimmig für die Eröffnung des Genehmigungsverfahrens eines Flachdachgebäudes für 10 Wohneinheiten in der Dortmunder Straße. Becker/Stadt Töging

Über die Art und Weise, wie in Töging künftig neuer Wohnraum geschaffen werden soll, wurde seit vergangenem Sommer quer durch alle Fraktionen des Töginger Stadtrates kontrovers diskutiert. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses ist eine Entscheidung gefallen.

Töging – In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses hat ein Abwägungsvorschlag großen Anklang gefunden, den die Stadtverwaltung nach Stellungnahmen von Behörden und Firmen erarbeitet hat. Einstimmig empfahl das Gremium in seiner letzten Sitzung der Legislaturperiode dem Stadtrat, diesem Bebauungsplan nun abschließend zuzustimmen.

Dreigeschossige Wohnhäuser

Somit wäre der Weg frei, dass künftig „Nördlich der Ludwig-der-Bayer Straße“ dreigeschossige Wohnhäuser mit einer Maximalhöhe von bis zu zehn Metern entstehen, wobei das zweite Obergeschoss im Penthouse-Stil zurückgesetzt gebaut werden muss. Diese Grundsatzentscheidung des Bauausschusses kommt nicht nur den Architekten eines geplanten Wohnhauses an der Berliner Straße entgegen, die dort einen modernen Flachdachbau samt Tiefgarage für insgesamt 14 Parteien entstehen lassen wollen.

Anmerkungen des Altöttinger Landratsamtes gab es bezüglich der geplanten Flachdächer: so sollen dort zum Beispiel keine leeren Kiesflächen entstehen, sondern diese müssen zumindest im zweiten Obergeschoss nun zwingend begrünt werden. Auch sollen neue Straßenparkplätze in Töging künftig zwingend durch Bäume gegliedert werden: für jeweils vier neue Parkplätze muss demzufolge ein Laubbaum gepflanzt werden.

+++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Weitere Bauherren begrüßen diesen richtungweisenden Beschluss und planen ähnlich: So soll gegenüber der Einmündung der Paracelsus- in die Dortmunder Straße an der Stelle eines früheren Getränkemarktes nun ein Wohnhaus für zehn Parteien im ähnlichen Stil, wie an der Berliner Straße, entstehen. Entsprechende Pläne legten Bauherr und Planer für einen Vorbescheid dem Bauausschuss vor.

Von Stilbruchwar die Rede

Während Josef Neuberger (FW) oder Markus Köhler (SPD) in Anbetracht der Nachbargebäude für einen Stilbruch hielten, und außerdem anzweifelten, ob das Gebäude in der geplanten Form überhaupt die notwendigen gesetzlichen Abstände einhalten würde, versicherte Bürgermeister Tobias Windhorst, dass dies nach den aktuellen Planungen der Fall sei.

Keine Ablehnung wegen eines Nachbarn

Vertreter aller Fraktionen empfahlen zudem, dass sowohl der Bauherr als auch die Stadt zunächst noch die Nachbarn befragen solle. Bürgermeister Windhorst gab zu bedenken, dass eine Befragung der Nachbarn durchaus sinnvoll erscheint. Er ergänzte dazu aber, dass man wohl trotzdem nicht „wegen eines Nachbarn einen ansonsten genehmigungsfähigen Bauantrag ablehnen werde“.

Einstimmig befürwortete der Bauausschuss daher, dass anhand der vorgelegten Pläne nun ein Genehmigungsverfahren eingeleitet werden soll.

Kommentare