Mühldorfer Paar hat bald Auftritt in BR-Comedy "Frauengeschichten"

Zwei, die sich prächtig verstehenund ihren Humor im Fernsehn weitergeben: Petra Stark und Rudi Breiteneicher. Petzi

Die Mühldorferin Petra Stark liebt einen Komödianten und die Comedy. Das hat ihr jetzt Auftritte in der Serie „Frauengeschichten“ im Bayerischen Fernsehn beschert.

Von Nicole Petzi

Mühldorf – Mit Rudi Breiteneicher kam mit der Liebe auch der Humor zur Mühldorferin Petra Stark – und schließlich ein Fernsehauftritt. Denn mit dem gebürtigen Burghauser spielt die 62-Jährige in diversen Sketch-Formaten mit – aktuell in der neuen BR-Comedy-Reihe am Freitagabend ‚Frauengeschichten‘. Am heutigen Freitag hat sie ihren ersten ‚Auftritt‘.

Wie Petra Stark zu "Frauengeschichten" kam

Kennengelernt haben sich die beiden vor sechs Jahren, da war Rudi (59) gerade als schnellster Witzerzähler – 26 pro Minute – im Guinessbuch der Rekorde gelandet. Wie sich schnell herausstellte, war der Burghauser genau Petras Typ. „Ich wollte immer schon einen Kleinen und Lustigen mit Bauch!“ Da habe sie den Rudi eben kurzerhand ganz für sich selbst gebucht. Er grinst zufrieden.

Warum Petra Stark und Rudi Breiteneicher auch ein gutes Bühnenpaar sind

Keine Frage. Die beiden verstehen sich prächtig. Und sie kommen beide aus derselben Künstler-Ecke, blickt doch auch Petra auf eine über 20-jährige Erfahrung als Laienschauspielerin bei der Mettenheimer Volksbühne zurück. Texte lernen, das kann sie. Etwas, was der Rudi an seiner Petra bewundert. In einem Theaterstück könne er selbst höchstens als Taubstummer auftreten.

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Nicht nur Auftritte bei "Frauengeschichten"

Dann schon lieber die Sketche und Fernsehrollen. egonnen hat Rudi als Komparse in diversen Serien, dann kamen nach und nach die kleinen Rollen in Formaten wie zum Beispiel ‚Dahoam is dahoam‘ oder ‚Hubert ohne Staller‘. Ein großer Verdienst sei dabei freilich Fehlanzeige. Es bleibt der Spaß an der Freude. Und jetzt, wo er in Altersteilzeit ist, kann er seinem ‚Hobby‘ wunderbar frönen. Auch Petra, die den ‚Comedian‘ neben zwei regulären Jobs mimt, hat in Corona-Zeiten etwas mehr Muße.

Petra Stark und Rudi Breiteneicher in zwei Sketchen

Apropos Corona. Eine ganz knappe Sache sei das Abdrehen der neuen BR-Reihe ‚Frauengeschichten‘ mit Angela Ascher in der Hauptrolle gewesen, in der Rudi Breiteneicher und Petra Stark in jeweils zwei Sketchen zu sehen sind. Die Aufnahmen waren erst kurz vor der Ausgangssperre im Kasten. Gerade so.

Knochenharte Arbeit mit viel Spaß

Jetzt können sich Zuschauer auf Episoden aus dem Alltag freuen, alle komisch überspitzt, wobei Angela Ascher und ihr Schauspieler-Team von einer Rolle in die andere schlüpfen. Sei es die ‚Wuchtbrumme‘ vom Werkstoffhof, die Friseuse, die Türsteherin einer Disko oder die biedere Haushälterin einer Provinz-Pfarrei. „Wandlungsfähig musst du in diesem Job schon sein. Und egal wie seltsam man in seinem Kostüm ausschaut – schämen darf man sich nicht!“, sagt Petra Stark.

Petra Stark: "Keiner von oben herab"

Sich selbst eben nicht so wichtig nehmen, so geht sie eh durchs Leben. Und da fühlt sie sich in der Comedy-Familie, in die sie gerade frisch dazugekommen ist, pudelwohl. „Hier behandelt dich keiner von oben herab.“ Eine tolle Erfahrung sei die Arbeit mit Angela Ascher gewesen. Auch wenn die Arbeit knochenhart war. Bis zu 15-mal habe man den einzelnen Kurz-Sketch durchspielen müssen, bis alle Einstellungen im Kasten waren.

Und das bei teilweise ungemütlichen Bedingungen. Eiskalt sei es beispielsweise in der Kirche gewesen, wo Petra in Folge zwei und fünf am 24. April und am 15. Mai die Rolle der ‚Dorftraschn‘ mimt. Draußen am Werkstoffhof war es auch nicht viel sommerlicher. Hier bringt Rudi in Folge drei und vier am 1. und 8. Mai als vertrotteltes ‚Anhängsel‘ einer jüngeren Frau, als ‚Tigerle‘ Gewehr bei Fuß, die Zuschauer zum Lachen. Und das zu einer guten Sendezeit, jeweils um 22 Uhr.

Petra Stark und Rudi Breiteneicher nutzen Corona-Einschränkungen

Jetzt schmieden die beiden neue Pläne, gerade haben sie ein gemeinsames Casting-Video versendet. ‚Vorsicht Falle!‘ seht an, diesmal ein Auftritt als Pärchen. „Da zahlt es sich gerade in Corona-Zeiten aus, dass wir nun zusammen leben“, freut sich Rudi.

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Der Bezug eines gemeinsamen Domizils in Mühldorf-Nord steht als nächstes an. Und damit bei all den Umzugsvorbereitungen in Quarantäne das Lachen nicht zu kurz kommt, drehen Petra und Rudi Home-Sketches. Denn auch eine Krise nimmt man am besten mit Humor.

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