Nachruf auf Ernestine Raab aus Taufkirchen

Ernestine Raab.
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Ernestine Raab.

Taufkirchen – Der Erdenweg von Ernestine Raab endete nach einem Sturz und kurzem Krankenhausaufenthalt.

Friedlich beendete sie ihr langes Leben, das vor 94 Jahren am 26. Januar 1926 in Buckwa, Kreis Falkenau – das heutige Skokolv – im Egerland, begann. Dort wuchs die Verstorbene mit drei Geschwistern und den Eltern Anton und Theresia Götz auf. Nach Kindergarten und Volksschule besuchte sie drei Jahre die Bürgerschule im früheren Habersbirk. Ein Pflichtjahr in der Landwirtschaft folgte. Anschließend absolvierte sie eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau in Falkenau bis zur Ausweisung 1946. Mit ihrer Schwester kam Ernestine Raab über Waldhausen nach Geisberg. Ein Glücksfall: Der Geisberger-Hof wurde ihr, als sie Josef Raab im Jahr 1951 heiratete, zur zweiten Heimat. Dem Eheglück entstammen die Töchter Ingrid und Heidrun. Fünf Enkel und sechs Urenkel bereicherten das Leben der Verstorbenen. Wegen eines tragischen Unfalls musste sie bereits 1977 von ihrem Gatten Abschied nehmen. Im Jahr 1986 übergab sie den Hof dann an Tochter Heidrun. Neben der Familie stellte das Geisberger Kircherl, direkt neben ihrem Hof, einen Mittelpunkt ihres Lebens dar. Dort sorgte sie als Mesnerin für den Kirchenschmuck bei Maiandachten und anderen Anlässen. Bis kurz vor ihrem Tod – solange es die Sehkraft ermöglichte – waren Kreuzworträtsel eine Abwechslung im Alltag. Gestricktes und Gehäkeltes wird noch lange an die „Geisberger Oma“ erinnern. Obwohl ihre letzten Jahre oft nicht leicht waren, konnte sie mit der Unterstützung von Tochter Heidrun und Schwiegersohn Hans ihren langen Lebensabend in ihrem geliebten Geisberg genießen. fim

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