Supermarkt in Heldenstein: Gemeinde setzt den nächsten Planungsschritt

Auf diesem Areal soll ein Edeka-Markt errichtet werden. Die Gemeinde hat dafür den nächsten Planungsschritt im Bauleitplanverfahren getan. Archiv/Ober

Zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung des Bebauungsplans „SB-Markt Heldenstein“ im Bereich zwischen Münchner Straße, St.-Rupert- und Kirchstraße wurden die Öffentlichkeit und die Behörden frühzeitig beteiligt. Der Gemeinderat hat nun die eingegangenen Anregungen und Stellungnahmen behandelt.

Heldenstein – Bei den Trägern öffentlicher Belange empfahl die Industrie- und Handelskammer, die Zulässigkeit der Ausweisung des Allgemeinen Wohngebiets neben dem geplanten Sondergebiet für Einzelhandel gesondert zu prüfen. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig gegen eine gesonderte Prüfung aus, denn sowohl das Landratsamt als auch die Regierung von Oberbayern haben keine Einwände erhoben.

Maximal 1200 Quadratmeter

Eine Vielzahl von Hinweisen und Anregungen haben verschiedenen Behörden im Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes eingebracht. So empfiehlt das Wasserwirtschaftsamt, als Bezugspunkt die höchste Geländeoberkante unmittelbar am Bauvorhaben zu verwenden und nicht, wie im Bebauungsplan vorgesehen, die Straßenoberkante. Der Gemeinderat beschloss aber einstimmig, als Höhenbezugspunkt die Oberkante der Straßenmitte zwischen bestehendem Dreispänner und künftigem Wohnhaus festzulegen. Lob gab es vom Wasserwirtschaftsamt für die Aufnahme der Hinweise zu den verbleibenden Risiken und zur Elementarschadensversicherung. Dem Hinweis der Regierung von Oberbayern (ROB), dass nur eine Beschränkung der Verkaufsfläche auf maximal 1200 Quadratmetern den Zielen der Raumordnung entspricht, wurde bereits in einem Gespräch mit dem Landratsamt Rechnung getragen. Eine Beschränkung der Kauffläche wird in den textlichen Festsetzungen mitaufgenommen.

Empfehlungen des Landratsamtes werden in Bebauungsplan eingearbeitet

Auch die Errichtung einer gemeinsamen Tiefgarage für den geplanten Supermarkt und das angrenzende Wohngebäude wurde nicht ausgeschlossen. Der Vorschlag der ROB, die Flächen für Parkplätze zu reduzieren, wurde einstimmig abgelehnt.

Zum Hinweis, für die Energieversorgung regenerative Energiequellen zu ermöglichen, verwies der Gemeinderat auf das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz, das eine Nutzungspflicht für erneuerbare Energien bei der Wärme- und Kälteerzeugung vorsieht.

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Das Landratsamt empfahl, beim nächsten Auslegungsschritt einen Umweltbericht beizulegen. Außerdem soll die Festsetzung zur Grenzbebauung wie folgt geändert werden: Befindet sich eine Grundstücksgrenze innerhalb des Baufeldes zwischen Wohnanlage und Sondergebiet, so wird die Bebauung an der Grundstücksgrenze als zulässige Grenzbebauung festgesetzt. Auch die Regelung von Dachüberständen ist nicht erforderlich. Diesen Vorschlägen stimmte der Gemeinderat zu.

Massive Geländeveränderungen

Aufgrund der massiven Geländeveränderungen von mehreren Metern Höhe besteht das Landratsamt auf einer detaillierter Aufstellung zur höhenmäßigen Staffelung der Böschungssicherung. Diese werden in Zusammenarbeit mit dem Architekten erarbeitet und in den Bebauungsplan übernommen.

Verkehrsaufkommen: Weniger als 400 Fahrzeuge in der Stunde

Die Verkehrsbehörde erhebt keine Einwände gegen den aktuellen Bebauungsplan. Da die Verkehrsflächen, Geh- und Radweg, öffentliche Straßen und Parkplätze, als öffentliche Verkehrsflächen ausgewiesen sind, sind die damit verbundenen Vorgaben einzuhalten. Die vorgeschlagene Linksabbiegespur in der Münchner Straße zum Edeka-Markt hält der Gemeinderat für nicht erforderlich, da ein Verkehrsaufkommen von weniger als 400 Fahrzeugen in der Stunde angenommen wird. Durch die Breite der geplanten Einfahrt ist es allen Fahrzeugen möglich, in den Parkbereich zu fahren.

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Auch die Einhaltung und Freihaltung entsprechender Sichtflächen ist durch den Eintrag in den Plänen gesichert. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die fußläufige Erschließung der Münchner Straße aus. So kann man von der St.-Rupert-Straße entlang der Münchner Straße zum neu entstehenden Lebensmittelmarkt gelangen. Außerdem wird die Gemeinde einen Umweltbericht nachreichen, die grünordnerischen Festsetzungen wie Pflanzstandorte oder Pflanzlisten ergänzen und einen Freiflächengestaltungsplan in den Plan übernehmen. Eine Erhöhung der erlaubten Dachneigung auf 15 bis 30 Grad lehnte das Gremium einstimmig ab, es bleibt bei 15 bis 20 Grad.

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