Suche nach Erdöl in Ampfing: Testförderung beginnt

Ernst Burgschwaigerdeutet auf die schematische Darstellung einer Testförderanlage, wie sie in Schicking zum Einsatz kommen soll. Bartschies
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    vonFrank Bartschies
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Für die Erdölförderung in Schicking naht die Stunde der Wahrheit: Derzeit wird auf dem Explorationsfeld die Testförderanlage aufgebaut. Ab Mitte Dezember soll gefördert werden, um zu sehen, wie ergiebig die Lagerstätte in etwa 1850 Meter Tiefe sein könnte.

Ampfing– Zwei Monate soll die Testphase dauern, erklärt dazu Ernst Burgschwaiger von der Firma RDG. Er hofft selbstredend auf eine möglichst ergiebige Schüttung, wenigstens aber auf mehr als zehn Kubikmeter pro Tag. Aus den bei der Testförderung gewonnen Parametern, beispielsweise dem Öldruck in der Tiefe, kann Burgschwaiger zufolge auf die Ergiebigkeit bei einer langfristigen wirtschaftlichen Nutzung geschlossen werden.

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Für das Ampfinger Projekt habe RDG eine eigene Testförderanlage gekauft und mit speziellen Ausstattungen noch erweitern lassen. Etwa um den 4. Dezember soll die Pferdekopfpumpe installiert werden, zum 9. Dezember rechnet Burgschwaiger mit der Fertigstellung der Anlage.

Laderampe für den Abtransport

Dabei werde das bisherige Areal, auf dem die Erkundungsbohrungen stattfanden, lediglich um eine Laderampe zum Abtransport des Öls erweitert. In der Anlage würden Öl, Wasser und Begleitgas getrennt. Letzteres werde, da es wirtschaftlich nicht nutzbar sei, abgefackelt – allerdings ohne offener Flamme, da die Verbrennung im Innern der Fackel erfolge. Bei einer späteren wirtschaftlichen Förderung solle auch das Gas entsprechend genutzt werden, sagte Burgschwaiger.

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So funktioniert die Förderbohrung

Die Ergebnisse, die nun im Osten des Ampfinger Erdölfeldes erzielt werden, sind Burgschwaiger zufolge ausschlaggebend für eine mögliche Erweiterung des Projekts in Richtung Westen. Dabei könnte dann auch eine Erkundungsbohrung aus dem Jahr 2016, die in südwestlicher Richtung vorgetrieben und nach Abschluss nicht verfüllt wurde, mit einer Ablenkungsbohrung für eine Testförderung genutzt werden.

Schon acht bis zehn Millionen investiert

Bisher hat die RDG nach Schätzung Burgschwaigers etwa acht bis zehn Millionen Euro in ihr Vorhaben investiert. Allerdings beschränke sich dies nicht auf das Ampfinger Projekt alleine. Die dafür großflächig durchgeführte Seismik diene auch als Grundlage für weitere Projekte, beispielsweise geothermische Nutzung andernorts.

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