Studie über Entwicklungspotenzial: So viele Baulücken gibt es in Mühldorf

Möglichkeiten der baulichen Entwicklungspotenziale hat die Stadt Mühldorf ausgeleuchtet. Archiv
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Möglichkeiten der baulichen Entwicklungspotenziale hat die Stadt Mühldorf ausgeleuchtet. Archiv

Die Stadt Mühldorf hat sich auf die Suche nach Brachflächen, Leerständen, Baulücken und Verdichtungsmöglichkeiten im Stadtgebiet gemacht. Nun hat die Architektin Anna Dolzer die Innenentwicklungspotenziale im Stadtrat vorgestellt. Insgesamt wurden 653 Flurstücke begutachtet. Alleine die Baulücken machen 427000 Quadratmeter aus.

Mühldorf – Die Stadt Mühldof wollte wissen wie viele Brachflächen, Leerstände, Baulücken und Verdichtungsmöglichkeiten im Stadtgebiet zur Verfügung stehen würden. Die Verwaltung hat dafür die Architektin Anna Dolzer mit einer Studie der Innenentwicklungspotenziale beauftragt. In der jüngsten Stadtratssitzung hat Anna Dolzer ihre Ergebnisse präsentiert.

Es wurden mehrere Ortsbesichtigungen im gesamten Stadtgebiet von Mühldorf durchgeführt. Die festgestellten Entwicklungspotenziale wurden im Lageplan festgehalten. Insgesamt wurden 653 Flurstücke begutachtet und eine Auswertung der verfügbaren Flächen durchgeführt.

653 Flurstücke begutachtet

Insgesamt wurden 607 370 Quadratmeter festgestellt, die zusätzlich in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden könnten. Diese teilen sich in rund 427 000 Quadratmeter Baulücken, 131 000 Quadratmeter, bei denen eine Verdichtung möglich wäre, 60 000 Quadartmeter Brachfläche, 19 000 Quadratmeter Leerstand und 3200 Quadratmeter Teilleerstand auf.

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Bürgermeisterin Marianne Zollner betonte, dass die Erstellung der Auswertung noch nicht beendet sei. „Als weitere Verfahrensschritte sind nun die festgestellten Potenziale hinsichtlich des Handlungsbedarfes zu bewerten und in eine landesweite Flächenmanagement-Datenbank einzustellen. Ich stelle mir vor, dass wir mit den Grundstückseigentümern, welche Grundstücke mit Entwicklungspotenzial besitzen, Kontakt aufnehmen und über die weitere Entwicklung mit den Eigentümern beraten“, erklärte die Bürgermeisterin.

Nicht den letzten grünen Quadratmeter bebauen

Stadtrat Franz Essl stellte die Eigentumsrechte der Grundstücksbesitzer heraus. „Die möchte ich seitens der Stadt nicht angetastet wissen“, erklärte Essl. Bürgermeisterin Marianne Zollner sicherte zu, dass die Stadt die Eigentumsrechte der Bevölkerung sehr ernst nehme und diese nicht angetastet werden.

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Architektin Anna Dolzer machte vor dem Stadtrat deutlich, dass es nicht Ziel der Untersuchung war, „den letzten grünen Quadratmeter der Stadt zu bebauen“. Der Mühldorfer Stadtrat beauftragte – ohne Gegenstimme – die Verwaltung sowie die Architektin, das weiter Verfahren durchzuführen.

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