Wasserwacht beklagt wachsenden Leichtsinn von Spaziergängern am Innkanal bei Mühldorf 

Die Strömungen sind zu gefährlich: Die Wasserwacht rät davon ab, sich am Innkanal aufzuhalten. fib/eß

Bereits vor Beginn des Osterwochenendes konnte die Wasserwacht feststellen, dass viele Menschen aktuell die Wege am Innkanal zur Naherholung und für sportliche Aktivitäten nutzen. Aber nicht alle verhalten sich vernünftig.

Mühldorf – Sofern die Abstandsregeln dabei auch eingehalten werden, wäre auch nichts dagegen einzuwenden. Leider muss die Wasserwacht nun aber vermehrt feststellen, dass sich viele Personen sehr leichtsinnig verhalten und sich somit selbst in Gefahr bringen.

Gefährlich: Füße in den Innkanal hängen

So ist häufig zu beobachten, wie sich Personen auf der Berme des Kanals, also dem letzten Absatz am Wasser, aufhalten und dort sitzen, die Füße ins Wasser hängen oder auch direkt auf der Berme spazieren gehen.

Wasserspiegel des Innkanals kann schnell steigen

Hierbei kann es sehr schnell lebensgefährlich werden, sollte es zu einem Sturz in das Wasser kommen. Der Innkanal ist ein Kraftwerkskanal mit sehr hohen Fließgeschwindigkeiten und aktuellen Wassertemperaturen von unter acht Grad. Auch kann der Wasserspiegel plötzlich und ohne Vorwarnung ansteigen. Sich aus eigener Kraft aus dem Innkanal zu befreien ist selbst für gute Schwimmer aufgrund der starken Strömung nahezu unmöglich.

Es ist nachvollziehen, dass es die Menschen in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen an die heimischen Gewässer treibt, die Wasserwacht möchten aber eindringlich darum bitten, nur die vorgesehenen Wege in sicherem Abstand zum Wasser zu nutzen. Auch die Einsatzkräfte sind in der derzeitigen Corona-Pandemie Teil des Einsatz- und Hilfeleistungsgeschehens, jeder Einsatz bindet Kräfte und Material, welche zu einem anderen Zeitpunkt dringender gebraucht werden könnten.

Dennoch ist die Wasserwacht rund um die Uhr für Notfälle am und im Wasser unter der Notrufnummer 112 erreichbar.

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