Nachruf

Rupert Nicklbauer †

Stefanskirchen/Ampfing – Familie und Freunde nahmen in der Kirche von Stefanskirchen Abschied von Rupert Nicklbauer, der nach kurzer schwerer Krankheit im 86.

Lebensjahr verstarb.

Geboren wurde Rupert Nickl bauer am 28. August 1934 in Utzing bei Stefanskirchen. Dort wuchs er mit seinen beiden Brüdern auf dem elterlichen Hof auf. Einen schweren Schicksalsschlag musste er mit zehn Jahren verkraften, als sein 37-jähriger Vater einen Herztod erlitt. Er versuchte, seinen jüngeren Brüdern ein Vaterersatz zu sein.

Der Verstorbene hatte während des Krieges eine schwere Zeit, denn jede Hand auf dem Hof wurde gebraucht. In Stefanskirchen besuchte er die Volksschule und wechselte danach an die Landwirtschaftliche Berufsschule und Landwirtschaftsschule nach Mühldorf. Dort wurde er gut auf die Hofübernahme, die 1963 erfolgte, vorbereitet.

Im Oktober 1963 heiratete er Lidwine Marsmann aus Oberhausmehring bei Dorfen. Fast 57 Jahre waren die beiden verheiratet. Aus dem harmonischen Bund gingen die Kinder Christine, Rupert und Thomas hervor. Sein ältester Sohn Rupert trat in seine Fußstapfen und übernahm 1999 den Hof, den er mit seiner Frau Barbara führt. Inzwischen ist auch Enkelsohn Christoph als Meister dort beschäftigt.

Rupert Nicklbauer war mit Leib und Seele Landwirt, das Tierwohl lag ihm immer sehr am Herzen. 1957 baute er den ersten Laufstall, um den Kühen mehr Platz zu bieten. 1984 kam ein zweiter dazu. Trotz der vielen Arbeit nahm er sich Zeit für seine Hobbys. Der Pferdeliebhaber begleitete mit seinem Fuhrwerk Umzüge und Veranstaltungen.

Seine sechs Enkel waren seine größte Freude. Für sie kaufte er ein Pony und unternahm Kutschfahrten. Die Familie lag ihm sehr am Herzen; mit ihr genoss er Ausflüge und Feiern.

Von seiner künstlerischen Hand entstanden viele Bilder und Karten, die er bis zuletzt zu Weihnachten oder Ostern an seine Lieben schickte. Als letzten Abschiedsgruß stellte seine Familie von ihm Gezeichnetes in der Kirche auf. Der Verstorbene war ein gläubiger Mann und pflegte den wöchentlichen Kirchgang. Seine Geselligkeit brachte er in allen Stefanskirchener Ortsvereinen ein. Bei der Marianischen Männerkongregation wurde ihm die Ehre des Jubelsodalen zuteil.

Nicklbauer kam mit einem Herzleiden auf die Welt, das er dank ärztlicher Fürsorge meisterte. Bis Mitte März war er noch jeden Tag am Hof tätig und half im Stall mit, bis ihm die schwere Krankheit die letzte Kraft nahm. Jetzt fand er auf dem Stefanskirchener Friedhof seine letzte Ruhestätte. stn

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