Stefan Mross holt Mühldorferin in seine ARD-Show "Immer wieder sonntags"

  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Mit einem Auftritt bei „Immer wieder sonntags“, der Show mit Stefan Mross in der ARD, kommt die Schlagersängerin Eva Luginger aus der Corona-Pause zurück. Dabei hat sich die Mühldorferin schon länger eine zweite Perspektive geschaffen.

  • Die Schlagersängerin Eva Luginger ist seit Anfang März in Corona-Zwangs-Pause
  • Auftritte beim der Schlagernacht in Taufkirchen und beim Mühldorfer Stadtfest sind ins Wasser gefallen 
  • Nun endlich dar sie ihre neue Single „Eigentlich bist du nicht mein Typ“ vorstellen – bei Stefan Mross’ „Immer wieder sonntags“

Mühldorf – Corona hat auch das Leben von Schlagersängerin Eva Luginger fast auf Null gestellt: Keine Auftritte, keine Veranstaltungen, plötzlich Ruhe in einem sonst oft unsteten Reiseleben. „Ich war jedes Wochenende ausgebucht – eigentlich“, erzählt sie. Doch damit ist es seit Anfang März vorbei. Ihre eigene Schlagernacht in Taufkirchen zusammen mit Andy Borg: abgesagt, der Auftritt beim Mühldorfer Stadtfest: abgesagt, Reisen nach Ostdeutschland: abgesagt.

Mit den Kindergartenkindern singen

Zeit für ein Mineralwasser am Stadtplatz: Seit den Auftrittsverboten wegen Corona arbeitet Schlagersängerin Luginger wieder ganz bodenständig. 

In dieser Krise hat sich die 32-Jährige auf das besonnen, was sie einst gelernt hat: den Beruf der Erzieherin. Seit zwei Wochen arbeitet Luginger im städtischen Kindergarten an der Harter Straße. Der Weg von der Bühne auf die kleinen Holzstühle bereitet ihr sichtbar Freude, und die Kinder kommen in den Genuss von Lugingers Gesangstalent. „Natürlich musiziere ich mit den Kindern“, sie spiele sogar wieder mehr Gitarre.

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Am Sonntag live in der ARD aus dem Europapark in Rust

Die Kleinen kennen sie zwar als Eva, mit Luginger können sie aber nichts anfangen. Denn ihre Kindergärtnerin ist seit der Hochzeit Frau Joch, nur noch auf Youtube, CD und natürlich der Bühne steht die Luginger.

Dort will sie auch weiterhin bleiben, einen Anfang macht sie am Sonntag im Europapark Rust. „Eigentlich bist du nicht mein Typ“ heißt ihre neue Single, die sie um 10.03 Uhr bei  Stefan Mroos‘ „Immer wieder sonntags“ vorstellen wird. Endlich wieder eine Bühne, endlich wieder auftreten, auch wenn es anders wird als sonst. Denn im Publikum sitzen nur andere Musiker, auf Fans müssen Luginger und Co. coronabedingt verzichten.

Seit 15 Jahren als Schlagersängerin unterwegs

Seit mehr als 15 Jahren ist Luginger als Schlagersängerin unterwegs, 2012 holte die damals 24-Jährige bei einem Schlagerwettbewerb beim Hessentag in Wetzlar den zweiten Platz und einen Plattenvertrag von Sony. Seitdem ist sie unterwegs als Sängerin und Konzertorganisatorin. Kein leichtes Brot, selbst in Vorcoronazeiten.

Die großen Verdiener sind die Produzenten

Denn die großen Verdiener im Musikgeschäft – sieht man von Giganten wie Helene Fischer ab – sind die Produzenten. Den Künstlern bleiben nur Centbeträge, wenn ihre Lieder auf Youtube oder Spotify laufen, sagt Luginger. Sie generiert ihre Einnahmen mit Live-Auftritten und dem Verkauf von CD‘S. „Schlagerfans sind sehr treu“, sagt sie. „Die wollen die CD‘s mit einem Autogramm.“

Diese Einnahmen stehen seit März auf Null, 3000 Euro Ausfallgeld hat die Künstler-Sozialkasse gezahlt. Zum Nichtverdienen und Nichtstun wollte sich Luginger trotzdem nicht verurteilen lassen und ging den Weg in den Kindergarten zurück.

Bald mit Howard Carpendale auf der Bühne

Jetzt ist sie also beides: Kindergärtnerin und Sängerin. Jeden Tag in der Harter Straße und bald wieder vor richtigem Publikum – wenn alles gut geht: Am 30. Oktober zusammen mit Howard Carpendale in der Schweiz.

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