Standort für neue Behörde in Mühldorf steht fest - 141 Arbeitsplätze sollen entstehen

So könnte der Bebauungsplan aussehen:Bürgermeisterin Marianne Zollner (Zweite von links) zeigt Ministerin Michaela Kaniber, Landrat Georg Huber (links) und Abgeordnetem Marcel Huber den ersten Entwurf. Wie das fertige Gebäude aussehen könnte, davon hat zumindest Marcel Huber schon sehr genaue Vorstellungen. HOnervogt
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So könnte der Bebauungsplan aussehen:Bürgermeisterin Marianne Zollner (Zweite von links) zeigt Ministerin Michaela Kaniber, Landrat Georg Huber (links) und Abgeordnetem Marcel Huber den ersten Entwurf. Wie das fertige Gebäude aussehen könnte, davon hat zumindest Marcel Huber schon sehr genaue Vorstellungen. HOnervogt

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber informierte sich bei einem Besuch in Mühldorf über den künftigen Standort des Amts für Ländliche Entwicklung. Der Neubau für die Behördenverlagerung soll in der Nähe der Mittelschule entstehen und 2025 bezugsfertig sein.

München/Mühldorf – Bei einem Besuch in Mühldorf ließ sich Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber jetzt über den geplanten Standort für das Amt für Ländliche Entwicklung informiert. Es soll aus München nach Mühldorf ausgesiedelt werden. Ein Fortschritt bei dieser im Zuge der Regionalisierungsstrategie der Staatsregierung beschlossenen Maßnahme krankte bis vor wenigen Monaten an der Grundstücksfrage. Jetzt scheint eine Lösung gefunden.

Preisverhandlungen laufen

Bürgermeisterin Marinne Zollner zeigte der Ministerin das Grundstück an der Harthauser Straße in der Nähe der Mittelschule. Es gehört der Stadt, nach Zollners Angaben läuft derzeit die Wertermittlung des Grundstücks durch die „Immobilien Freistaat Bayern“, die für den Freistaat Grundstücke und Gebäude kauft und verwaltet. 13 000 Quadratmeter ist das Grundstück groß, die Bauleitplanung läuft, Zollner rechnet damit, dass sie Ende 2020 abgeschlossen ist. Vorstellungen des Landwirtschaftsminsteriums könnten dabei berücksichtigt werden.

Ursprünglich waren verschiedene Grundstücke in Bahnhofsnähe vorgesehen, eine Übereinkunft scheiterte laut Zollner aber an den Preisvorstellungen der jeweiligen Grundstücksbesitzer.

Wie das Gebäude aussehen soll, formulierte CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber. Er erwartet einen „Vorbildbau“, der zwei wichtige Vorgaben erfüllen müsse: eine nachhaltige und flächenschonende Bauweise. Huber schlug deshalb einen mehrstöckigen Holzbau vor, dazu den Bau einer Tiefgarage oder eines Parkhauses, um den Flächenverbrauch zu senken.

Menschen in der Region beschäftigen

2025 nannte Ministerin Kaniber als Datum für den Umzug der Behörde, das wäre zehn Jahre nach dem Kabinetts-Beschluss zur Umsiedelung. 141 Mitarbeiter sollen dort arbeiten, die meisten stammten aus der Region, wie Kaniber betonte. Schon heute sind nach Schätzung eines Mitarbeiters ihres Ministeriums 30 Mitarbeiter aus dem Landkreis im Mühldorf tätig.

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Ziel sei es, möglichst viele Menschen aus der Region zu gewinnen, damit niemand aus München nach Mühldorf pendeln müsse. Das könne in dem langen Zeitraum von zehn Jahren erreicht werden.

Landrat Georg Huber sprach von qualifizierten Arbeitsplätzen, die durch die Verlagerung in Mühldorf geschaffen würden. Laut Kaniber sind derzeit viele der neuen Mitarbeiter noch in der Ausbildung oder im Dualen Studium.

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