Unternehmen aus Pleiskirchen kommt

Stadtrat gibt grünes Licht: Im Töginger Industriepark soll Lager für Holzstadl-Bau entstehen

Der Bauplan für das Lager der Firma Kunstholzbau Schmid in einem Satellitenfoto (Google Maps/rechts oben). Die Änderung des Flächennutzungsplans schließt auch die Fläche bis zur Baumreihe im Nordosten ein, die nun ebenfalls dem Bauherren gehört.
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Der Bauplan für das Lager der Firma Kunstholzbau Schmid in einem Satellitenfoto (Google Maps/rechts oben). Die Änderung des Flächennutzungsplans schließt auch die Fläche bis zur Baumreihe im Nordosten ein, die nun ebenfalls dem Bauherren gehört.

Der Töginger Stadtrat hat den Weg für die Ansiedlung eines Pleiskirchener Unternehmens freigemacht. Das will auf einem Gelände nordöstlich des Industrieparks Inntal ein Lager für seine mobilen Holzblockhütten in Ständerbauweise errichten.

Töging – Einstimmig haben sich die Räte in der jüngsten Sitzung für eine Änderung des Flächennutzungsplans für das gut fünf Hektar große Areal ausgesprochen. Die Fläche, die noch bis 2022 teilweise von der Verbund AG genutzt wird, um zeitweise den Aushub des neuen Kraftwerksgebäudes an Innkanal zwischenzulagern, war bisher landwirtschaftlich genutzt.

Bebauungsplan einstimmig genehmigt

Genauso einstimmig wurde auch der Bebauungsplan genehmigt, der allerdings vorerst nur 2,5 Hektar umfasst. Bisher fehlt allerdings noch ein Schallgutachten, zum Ausgleich hatten die Bauherren allerdings angeboten, im Bereich zwischen Kanal und Inn Amphibientümpel auf bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen anzulegen. Auch dies muss noch genehmigt werden.

Lob für Bürgermeister und Verwaltung

Nachdem die Firma im Pleiskirchener Gemeinderat mit ihren Erweiterungsplänen auf Ablehnung gestoßen war, wurde nun innerhalb weniger Wochen in Töging ein neuer Standort gefunden. „Die Lage und die Möglichkeiten im Industriepark sind sehr gut“, betonte Firmenchef Josef Schmid nach den erfolgreichen Abstimmungen mit der Stadt Töging. Die Produktion der Hütten werde am bisherigen Standort in Pleiskirchen verbleiben, so die Bauherren auf Nachfrage von Birgit Noske (SPD), die sich nach dem zu erwartenden Lärm erkundigte. Allerdings sei in Pleiskirchen der Platz für die Kommissionierung zu klein geworden, bei der die einzelnen Bauteile der Holz-Bauten zusammengestellt werden, bevor sie beispielsweise als ökologischer Ersatz für Containerinstallationen an ihren Einsatzort transportiert werden.

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SPD-Fraktionssprecher Günter Zellner freute sich über den „Mittelständler mit internationalem Anspruch“ und lobte die Stadtverwaltung, bei der Investoren offenbar gut aufgehoben seien. Wirtschaftsreferent Klaus Maier (FW) gratulierte Bürgermeister Tobias Windhorst (CSU), dass es in Töging so schnell möglich sei, Gewerbeflächen zu schaffen.

Wiederbelebung der Werkseisenbahn?

Ein bereits diskutiertes Thema brachte Stefan Grünfelder (CSU) auch diesmal wieder auf den Tisch: „Wie viel zusätzliche LKW wird es denn da täglich geben?“ fragte der Stadtrat mit Blick auf die steigende Verkehrs- und Lärmbelastung an den Geländestufen in der Werk- und der Innstraße. Alternativ schlug er sogar die Wiederbelebung der früheren Werkseisenbahn vor, die direkt am geplanten Baugrund vorbeiläuft.

Schwierige Umstände

Auch wenn dies nicht vom Bauherren alleine gelöst werden könne, sei dennoch vorstellbar, dass die von diesem nördlich der alten Eisenbahnstrecke geplante Zufahrt zu den Parkplätzen einmal zum Startpunkt für eine öffentliche Zufahrt wird. Diese werde dann neben oder auf der Bahnstrecke verlaufen und im Bereich des Kreisels an der Winhöringer Straße auf den Autobahnzubringer führen. „Hierzu müsste aber der Kreisel weiter nach Norden, weil sonst eine Unterführung der Bahnlinie nach Simbach nicht möglich ist“, stellte Bürgermeister Windhorst klar. Wegen all dieser Umstände sei das Projekt nicht ganz einfach.

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