Stadt untersagt den Mercato Italia – Auch offener Sonntag muss ausfallen

Spezialitäten so weit das Auge reicht: Corona verdirbt auch diesen Spaß, die Stadt hat dem Markt die Genehmigung versagt.
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Spezialitäten so weit das Auge reicht: Corona verdirbt auch diesen Spaß, die Stadt hat dem Markt die Genehmigung versagt.

Die Corona-Krise führt zur nächsten Absage: Der „Mercato bella Italia“ und der dazugehörige verkaufsoffene Sonntag fallen aus. Und das wird aus dem Simon-Judi-Markt

Mühldorf – Auch der „Mercato Bell Italia“ und der damit verbundene verkaufsoffene Sonntag am 27. September fallen dem Corona-Virus zum Opfer. Wie Christian Kühl, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Mühldorfer Geschäftsleute jetzt mitteilte, hat die Stadt die Genehmigung versagt.

Die Stadt beruft sich in ihrer Stellungnahme an die Aktionsgemeinschaft auf das Landratsamt, das ausschließlich kleine Märkte mit maximal 30 Ständen zulässig seien. „Große Besucherströme“ seien zu vermeiden, heißt es in dem Schreiben der Stadt an Kühl. „Das bedeutet, dass eine Größenordnung von regelmäßig bis etwa 200 Besuchern gleichzeitig nicht dauerhaft und nicht wesentlich überschritten werden sollte“, heißt es bei der Stadt.

Kühl hat Verständnis für die Einstellung der Stadt. „Es ist eine Vernunftentscheidung“, sagt der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft. Die Steuerung der Besucherströme sei an einem solchen Tag wohl nicht möglich.

„Es ist bitter für den Einzelhandel, aber in der gegebenen Situation müssen wir damit leben.“ Denn mit der Absage des Mercato fällt auch der Grund für den verkaufsoffenen Sonntag zum Herbstbeginn weg. Auch für den Simon-Judi-Markt im Oktober rechnet Kühl mit einer Absage.

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Kühl fordert seine Kollegen auf, „das Geschäft lieber mit Vernunft zu führen“, als eine neue Schließung durch die Pandemie zu riskieren. Nach seiner Einschätzung mussten alle Einzelhändler in der Stadt Einbußen hinnehmen. „Wie stark die sind, muss die Zeit zeigen.“ Derzeit könne das noch niemand genau sagen. „Die meisten halten sich sehr bedeckt, aber mein persönlicher Eindruck ist, dass die Befürchtungen größer waren, als die Einbußen am Ende sind.“ hon

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