Stadt übernimmt Federführung beim „Digitalpakt Schule“

Töging. – Die vergangenen Monate waren auch für die Schüler und ihre Familien eine Nagelprobe: der Präsenzunterricht fand wegen Corona zunächst gar nicht, und dann schrittweise in verkleinerten Klassen statt, sodass die Kinder und Jugendlichen gar nicht täglich Unterricht hatten.

Damit trotzdem ausreichen Lehrinhalte vermittelt werden konnten, haben sich die meisten Lehrer mit E-Mail-Verteilern für ihre Klassen beholfen, in denen zum Beispiel Arbeitsblätter und Hausaufgaben weitergegeben wurden.

Die Stadt hat für rund 25 000 Euro je 16 Tablets für die Regenbogen- und die Comeniusschule besorgt, die sich nun Familien ausleihen können, die über keine geeigneten Arbeitsgeräte verfügen. Das Geld kam direkt von der Staatsregierung, wie Bürgermeister Tobias Windhorst (CSU) erklärte. In der Stadtratssitzung beschrieb Marietta Monassi von der Regenbogenschule allerdings weitergehende Probleme während der Zeit, als die Schulen geschlossen waren: „Es hatten zum Beispiel nicht alle Drucker, um die Dokumente auszudrucken und zu bearbeiten“.

Daher hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, nun auch den 221 573 Euro umfassenden „Digitalpakt Schule“ anzugehen. Auch hier gebe es, genau wie bei dem Programm „Digitales Klassenzimmer“, einen Fördersatz von 90 Prozent, sodass auf die Stadt voraussichtliche Kosten von rund 25 000 Euro zukommen werden. Kernpunkt des Antrages war aber auch, dass die Stadtverwaltung den Schulen bei der Erstellung der Konzepte besser zur Seite stehen soll, um die Fördermittel zu beantragen.

Im Zuge der Digitalisierung der Klassenzimmer wurden an der Regenbogenschule bereits alle Klassenzimmer mit Notebooks, Beamern und Dokumentenkameras ausgestattet.

Auch an der Comeniusschule sind alle 19 Klassenzimmer bereits aufgerüstet, die 14 Fachräume sind bisher allerdings nur verkabelt. Im Zuge des „Digitalpakt Schule“ sollen auch die Gebäude und Gelände beider Schulen nun flächendeckend digital vernetzt werden. Zudem sollen die restlichen Räume der Comeniusschule im Rahmen dieses Förderprogramms mit Notebooks, Beamern und Dokumentkameras ausgestattet werden.

Mehr Anzeige- und Interaktionsgeräte sowie digitale Arbeitsgeräte, wie beispielsweise Tablet-PCs, sollen dann in der Zukunft dafür sorgen, dass die Schüler aus den digitalen Geräten letztlich mehr herauskitzeln können, als nur damit zu spielen.

Kommentare