Sportabzeichen-Verleihung: Urkunden kommen mit Verspätung

Auch viele Kinder stellten sich der Herausforderung:Die erfolgreichen Kinder der Leichtathletikabteilung des TSV 1860 Mühldorf mit ihren nachgereichten Urkunden sowie den Trainerinnen Barbara Zwirner, Alice Geringer und Bernhard Schmid. Ebner

Mühldorf. – Weil die Sportabzeichen-Urkunden und Anstecknadeln zum vereinbarten Zeitpunkt nicht geliefert wurden und der Termin nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte, war die Bürgermeisterin der Stadt Mühldorf, Marianne Zollner, um ihre Aufgabe gebracht.

Eigentlich hatte sie vor, den Sportlern persönlich Urkunden und Anstecknadeln auszuhändigen, um ihnen damit zum Sportabzeichen zu gratulieren. Daraus wurde leider nichts.

Prüfer steht mitleeren Händen da

Sportabzeichen-Prüfer Peter Ebner bedauerte zutiefst, dass er mit leeren Händen dastehe und den verdienten Lohn in Form von Urkunden und Anstecknadeln für viel vergossenen Schweiß nicht erfüllen kann.

In der Kreisstadt legten in diesem Jahr 34 Frauen, 40 Männer sowie 52 Kinder das Sportabzeichen ab. Sie stellten sich den Prüfern Sabine Salzberger, Iris Schroeter, Berndt Ullmann, Gottfried Aumann und Peter Ebner, die abwechselnd von Anfang April bis Ende Juli im Stadion und im Freibad bei den Trainingseinheiten und den Prüfungen mit Rat und Tat zur Seite standen.

15 Kinder und Jugendliche und 32 Erwachsene waren zum ersten Mal dabei, um sich den Sportorden zu verdienen. „Das Sportabzeichen steckt an, fragt nach bei den Anzingers“, sagte Peter Ebner bei seiner Moderation. Einer der Familie Anzinger habe zum Saisonstart Interesse gezeigt, am Ende belohnten sich zwei Söhne, Schwester, Bruder, Schwägerin und Neffe mit Urkunden und Anstecknadeln.

Dass das Deutsche Sportabzeichen nicht nur Einheimische begeistert, unterstreicht die Teilnahme von Günter Träsch, seit über 50 Jahren wohnhaft in der Nähe von Orléans, der sich bereits zum zwölften Mal der Herausforderung stellte, und Sonja Koppenwallner, aus Fort Lauderdale in Florida, die auch noch die Bestzeit über 800 Meter Schwimmen erzielte. Beide bewiesen während ihres Urlaubs ihre sportliche Fitness.

Als einziger Stadtrat verdiente sich Dr. Georg Gafus die Auszeichnung und das bereits zum 25. Mal. Er folgt Johannes Schmidt mit 30 und Peter Ebner mit 42 Abzeichen. Bei den Frauen führt Eva Maria Heigl mit 18 erfolgreichen Teilnahmen vor Traudi Bienek mit 16 Urkunden die Liste an. Im nächsten Jahr wird sich die Bürgermeisterin unter die Teilnehmer mischen. Sie ist fest entschlossen, sich der sportlichen Herausforderung zu stellen. Vier Familienmitglieder, vier Starter – das haben heuer die Familien Schroeter, Schwarz, Unterhofer und Zwirner zustandegebracht. Es folgten die Familien Anzinger, Deißenbeck, Grail, Heigl, Höhne, Mieth und Morin, bei denen jeweils nur einer aus der Familie fehlte. Dass das Sportabzeichen erneut zum Nulltarif erworben werden konnte, ermöglichte das Netto-Logistikzentrum in Erharting. Dessen Leiter Steffen Thieme hatte sich unter die Teilnehmer gemischt.

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