Archiv ist Spiegel der Vergangenheit

Stadtarchivar Edwin Hamberger,
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Stadtarchivar Edwin Hamberger,

1,7 Kilometer an Archivgut im Mühldorfer Archiv– Älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 1303

Mühldorf– Stadtarchivar Edwin Hamberger stellte vor dem Haupt- und Kulturaschuss der Stadt Mühldrf de Aufgaben und Möglichkeiten des Mühldorfer Stadtarchivs vor.

Hamberger betonte vor dem Ausschuss, dass das Mühldorfer Archiv nach den Vorgaben der Gemeindeordnung, dem bayerischen Archivgesetz und der städtischen Archivsatzung aus dem Jahr 1998 arbeiten würde. Die kommunalen Archivbestände zu erhalten und weiter zu führen ist eine Aufgabe des eigenen Wirkungskreises der Gemeinde.

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Das Stadtarchiv ist heute eine moderne, effektiv und rationell arbeitende Dienstleistungsbehörde, die gleichermaßen dem Schüler, dem Studenten, dem Wissenschaftler oder dem Heimat- und Familienforscher zur Verfügung steht. Das vom Kultusministerium entwickelte und unterstützte Pilotprojekt „Archivpädagogik“ ist auch im Stadtarchiv Mühldorf auf regen Zuspruch gestoßen. Ziel diese Projekts soll dabei sein, den außerschulischen Lernort Archiv als Teil des Unterrichts zu etablieren. Die Benutzerstatistik (120 schriftliche Auskünfte, 510 persönliche Anfragen) zeigt, dass immer mehr Schüler den Weg ins Archiv finden und mit den dortigen Quellen arbeiten. Die Verzeichnung der Archivbestände, rund 1,7 laufende Kilometer, mit Hilfe der EDV ist durch Innovation und Effektivität geprägt. Ein kostenloser Faltprospekt informiert über Bestände und Aufgaben des Archivs. Die Benutzung zu wissenschaftlichen, heimatkundlichen, familiengeschichtlichen und unterrichtlichen Zwecken ist gebührenfrei. Für die Anfertigung von Kopien und Reproduktionen werden Gebühren erhoben.

Mühldorfer Anzeiger ist gefragt

„Wie in den Jahren zuvor, bleibt der Mühldorfer Anzeiger einer der am meisten benützten Bestände. „Insbesondre für Schüler und Heimatforscher ist der Anzeiger eine gut zugängliche Quelle“, bestätigt Stadtarchivar Edwin Hamberger.

Beim Mühldofer Stadtarchiv handelt es sich um ein Zentrum der Dokumentation und Information mit Unterlagen vom frühen Mittelalter bis heute. Mit seinen vielfältigen Aufgaben zwischen Verwaltung, wissenschaftlicher Forschung, historisch-politischer Bildungsarbeit und Regional- und Heimatgeschichte ist es eine kulturelle Einrichtung besonderer Art und nimmt mit seinen in das Spätmittelalter zurückreichenden Archivbeständen eine bedeutende Stellung in der bayerischen Archivlandschaft ein. Während andere Städte Verluste durch Brand, Wasser oder Raub zu beklagen haben, ist es im Stadtarchiv Mühldorf gelungen das Archivgut ungeschmälert durch die Jahrhunderte zu bringen. Die Stadt war sich dieser Tatsache immer bewusst und brachte daher dem Archivwesen große Aufmerksamkeit entgegen. Als einstige „Salzburger Stadt“ inmitten des Kurfürstentums Bayern stellt sie ein unverwechselbares Glanzlicht innerhalb der altbayerischen Geschichtslandschaft dar.

Digitalisierung hat Einzug gehalten

Aber auch die Digitalisierung hat beim Mühldorfer Stadtarchiv Einzug gehalten. Das Archiv verfügt über eine Datenbank gestützte Presseausschnittssammlung. Für die Stadtgeschichte relevante und wichtige Beiträge, die im Mühldorfer Anzeiger erschienen sind, werden digitalisiert und in einer Datenbank mit Schlagworten identifiziert.

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