Sorge über Wassermangel

So sieht die Wasserversorgungauf dem Stettnerhof der Familie Reichthalhammer aus: ein Milchtankzug bringt Wasser, von dem der Hof dann vier Tage leben kann. Fill

Oberneukirchen – Das Sinken des Grundwasserspiegels beunruhigt die Brunnenbesitzer in Oberbergkirchen.

Betroffen sind 86 Anwesen, die Eigenversorger sind. Nach Angaben der Gemeinde werden demgegenüber 416 Einwohner durch 147 Anschlüssen seit 1982 von der zentralen Wasserversorgung beliefert.

Während der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeisterin Anna Meier über ein Gespräch beim Wasserwirtschaftsamt mit Landtagsabgeordnetem Dr. Marcel Huber. Laut Huber sind bayernweit 98 Prozent der Menschen an eine zentrale Wasserversorgung angeschlossen.

Es gebe keine öffentlichen Zuschüsse mehr für den Anschluss an eine zentrale Wasserversorgung, außer bei Renovierungen. Geld gebe es grundsätzlich noch für Verbundleitungen. Eine solche Verbundleitung sei mit Engelsberg möglich. Trotzdem sei damit eine flächendeckende Versorgung von Oberneukirchen nicht zu erreichen.

Der Gemeinderat einigte sich darauf, dass es bei einem weiteren Ausbau für alle Bürger die Möglichkeit zum Anschluss geben sein müsse.

Bei der Sitzung waren auch Gabi Grundner und Ludwig Brandwirth vom Wasserzweckverband Gars anwesend. Bürgermeisterin Meier berichtete von Bürgern, bei denen kein Wasser mehr laufe. „Es muss eine Lösung für alle geben, denn in den nächsten Jahren wird die Wasserversorgung noch schlimmer“, sagte sie.

Laut Brandwirth ist eine Versorgung von ganz Oberneukirchen kein Problem für den Zweckverband Gars. Leitungen und Pumpen seien aus früherer Planung ausreichend vorhanden. Wie hoch die Kosten beim Anschluss sein würden, könne man nicht pauschal sagen. Erst müssten aufgrund der Planungen Angebote eingeholt werden. Entscheidend sei aber, wie viele Bürger tatsächlich anschlössen.

Weitere und genauere Angaben über die derzeitige Situation wird es in der Bürgerversammlung am 31. Oktober geben.

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