So soll das Sümö-Gelände in Mühldorf aussehen: Stadtrat will Ziele für zentrales Gelände definieren

Zwischen Gartenschau und Parkhaus: Die Stadt will jetzt festlegen, was aus dem ehemaligen Sümö-Gelände werden soll. Dazu gehört auch der Erhalte eines Lebensmittelmarkts, den vor allem Altstadtbewohner fordern. Honervogt

Parkhaus, Gartenschau, Einkaufsmarkt: Die Regierung von Oberbayern fordert einen Architektenwettbewerb rund ums Sümö-Gelände. Mit ihm soll die Nutzung der zentralen 35 Hektar großen Fläche festgelegt werden. Bevor der Wettebewerb ausgeschrieben wird, will sich die Stadt über Ziele für das Gelände unterhalten.

Mühldorf – Bevor die Stadsteinen Architektenwettbewerb für das ehemalige Sümö-Gelände ausruft, will sie ihre Ziele für diesen Bereich festlegen. Darauf verständigte sich das Gremium bei seiner jüngsten Sitzung.

Vorschläge der Stadtverwaltung zurückgewiesen

Die Stadtverwaltung wollte den von der Regierung von Oberbayern geforderten Architektenwettbewerb für den Bereich zwischen Inn und Altstadt direkt beschließen lassen. Das lehnte der Stadtrat ab. Der Wettbewerb soll eine Nutzung für das ehemalige Sümö-Gelände mit Zentralparkplatz, Hallenbad und Nettomarkt finden. Auch die alte B12 und der Übergang zum Inn gehört zu dem Wettbewerb.

Auch interessant: Die Mühldorfer wollen es grüner

Markus Saller (UWG) kritisierte das Vorgehen der Verwaltung, die den Beschluss über den Architektenwettbewerb erwirken wollte, ohne vorher über Ziele für die Nutzung gesprochen zu haben. Es gebe bislang keine Verständigung über die Vorstellungen, wie sie die Verwaltung in ihrer Stellungnahme formuliert habe. „Wir müssen uns erst einmal darüber unterhalten, was wir auf dem Gelände wollen“, forderte Saller.

3,5 Hektar beste Lage in der Innenstadt

Der UWG-Sprecher bezweifelte, dass es im Stadtrat einen Konsens über das gebe, was dort entstehen solle. Es handele sich um eine Fläche von 3,5 Hektar mitten in der Stadt, beste Lage. Deshalb müsse vor dem Wettbewerb geklärt werden, wie sich das Gelände entwickeln soll. Als Beispiel nannte er den Bau eines Stadtarchivs an dieser Stelle, wie von der Verwaltung vorgeschlagen: „Dafür ist mir der Grund viel zu wertvoll.“

Oskar Rau (Grüne) erinnerte an die kleine Gartenschau, die sich in diesem Bereich abspielen könnte. Er forderte deshalb, das Gelände nicht fürs Parken zu nutzen. Das Problem könne durch Einbeziehung der Sparkasse und des Katharinenplatzes gelöst werden.

+++Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!www.ovb-online.de/ueber-uns/newsletter-anmeldung/

Bürgermeisterin Marianne Zollner schwenkte schließlich um. Auf ihren Vorschlag hin will der Stadtrat zunächst seine Ziele für das Gelände festlegen, bevor er einen Architektenwettbewerb ausschreibt.

Kommentare