Nur sieben Stimmen fehlen Kulhanek, um Baumgartner zu schlagen

Ein kleines Kuchenstückgehört Michéle Gaulinger. Sechs Prozent konnte die Kandidatin der offenen SPD-Liste auf sich vereinen. Die SPD hatte den Fokus vor allem auf die Stadtplatzsanierung gelegt.

Neumarkt-St. Veit – Schon vergangene Woche zeichnete sich ab, dass die Kommunalwahl in Neumarkt-St.

Veit über die Briefwahl entschieden wird. Zur Mitte der Woche waren es bereits knapp 2500 Briefwahlunterlagen, welche die Bürger schon vorher aus dem Rathaus angefordert hatten. Insgesamt 4978 waren wahlberechtigt. 47,1 Prozent (1417 Stimmen) konnte der UWG-Bürgermeister Erwin Baumgartner gestern auf sich vereinen – mehr als 20 Prozent weniger als vor sechs Jahren. Damals, 2014, waren es noch 67,5 Prozent Zustimmung, die Baumgartner zum Antritt seiner dritten Amtszeit erreicht hatte.

Diesmal muss er aber darum zittern, ob er eine vierte Legislaturperiode im Rathausstuhl Platz nehmen darf. Denn sein schärfster Kontrahent, der CSU-Kandidat Michael Kulhanek, der bei den Wahlen von 2014 mit dem zarten Alter von 24 Jahren und damals schon mit achtbaren 32,5 Prozent von sich Reden gemacht hatte, konnte dieses Mal satte 46,9 Prozent (1411 Stimmen) abräumen. Nur sieben Stimmen fehlten, und Kulhanek wäre als Wahlsieger an diesem denkwürdigen 15. März hervorgegangen. Die Wahlbeteiligung lag mit 60,8 Prozent übrigens höher als 2014 (damals 53,7 Prozent).

Denkwürdig auch, weil mit Michéle Gaulinger von der offenen Liste der SPD erstmals nach 18 Jahren wieder ein dritter Bewerber ums das Bürgermeisteramt mitmischte und immerhin sechs Prozent aller Stimmen (180 Stimmen) erhielt.

Baumgartner und Kulhanek müssen sich in 14 Tagen der Stichwahl stellen. Schwierige zwei Wochen, denn wegen der Corona-Krise und der damit verbundenen Einschränkungen im öffentlichen Raum ist ein Wahlkampf kaum möglich.

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